Seit vier Wochen zeigt das Museum Kunstpalast schon die Ausstellung „Bonjour Russland” und eins ist schon feststellbar: Das Publikum mag die Schau! 50.000 Besucher waren schon da. Wenn doppelt so viele Menschen gekommen sein werden, soll sich die Schau bezahlt gemacht haben.
Und das wäre deshalb schön, damit auch weiter solch große Schauen in Deutschland zu sehen sind.
Die Bilder aus vier russischen Museen, zwischen 120 und 140 Stück, je nach dem welche Verlautbarung man liesst, zeigen die enge Verzahnung zwischen russischer und französischer Kunst (bzw. Kunst die in Frankreich entstanden ist) zwischen 1880 und 1925.
Reiche russische Sammler kauften die Arbeiten in Paris und machten sie im Rahmen ihrer Salons einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich. Nach der Oktoberrevolution ging vieles in staatliche Hände über (nicht immer freiwillig, wie die große Sammlung der Tretjakows, die schon zu Lebzeiten ihre Sammlung der Stadt Moskau schenkten.)
1993 waren schon einige der Werke, damals im Folkwangmuseum in Essen in Deutschland zu sehen. Neu an der Düsseldorfer Schau ist, die im kommenden Jahr in London gezeigt wird, dass auch die zeitgenössische russische Kunst parallel gezeigt wird. Ein reiches Rahmenprogramm rundet die gelungene Schau ab, die noch bis zum 06.01.2008 in Düsseldorf zu sehen ist.
Die Kunstagentur Hoffmann bietet einen Vortrag zur Einführung in das Ausstellungsthema “Bonjour Russland” an und begleitet auch Kunstfahrten zum Museum Kunstpalast Düsseldorf.
Seit drei Jahren ist die Kunstagentur Hoffmann für die Gemeinde Steinhagen tätig, um die jährlich stattfindene Gruppenausstellung des Kunstkreises Steinhagen im Rathaus der Gemeinde durch einen kunsthistorischen Einführungsvortrag zu gestalten.
Die Einführung ist ein sehr komplexes Thema, da die verschiedenen Gruppenmitglieder mit den unterschiedlichsten Positionen der Kunst vertreten sind. Weitere Künstlergruppen oder Künstler aus der holländischen Partnergemeinde Woerden sind zum Teil mit vertreten.
Darüber hinaus ist die Ausstellungseröffnung die Eröffnungsveranstaltung für die Steinhagener Kulturtage. Ein hoher Schwierigkeitsgrad durch die unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen und ein grosses Besucherinteresse zeichnen diese Veranstaltung aus.
Die Gruppenmitglieder arbeiten für die Jahresausstellung zu einem Thema und dürfen sich mit je zwei Arbeiten beteiligen. Themen wie Wasser oder Mobil (e) werden zum Leitfaden für die Künstlerinnen und Künstler. Unterschiedlichste Positionen der Kunst werden gezeigt und zum Leitthema entsteht eine Gemeinschaftsarbeit.
Die Gemeinde Steinhagen und der Kunstkreis Steinhagen setzen daher auf die Kompetenz der Kunstagentur Hoffmann, um diese schwierige und anspruchsvolle Aufgabe zu lösen.
Das eine Galerie mehr sein kann, als ein Ort der Kunstausstellung hat die Galerie unter den Linden, bis 2002 Galerie im Gartenhaus von Schloss Rheda bewiesen.
Die Kunstagentur Hoffmann hat die Galeriegründerin und Galerieleiterin Sissi Fürstin zu Bentheim-Tecklenburg seit der Gründung 1995 bis zur vorläufigen Einstellung der regelmäßigen Ausstellungstätigkeit 2007 begleitet.
Bei der Gründung im Jahre 1995 wurden die organisatorischen und technischen Rahmenbedingungen geschaffen, um in der Galerie im Gartenhaus von Schloss Rheda einen Galerie- und Ausstellungsbetrieb möglich zu machen. Der Förderverein der Galerie, der „Freundeskreis zur Förderung der schönen Künste” wurde mit gegründet, ein Presseverteiler wurde aufgebaut und ein Adresspool wurde entwickelt.
Die museumspädagogischen Programme während der Ausstellungen und die Einbettung in Marketingmaßnahmen wie Presseberichterstattung und Privatradiobeiträge wurden durchgeführt.
Über den Kontakt Fürstin Bentheims zu afrikanischen und englischen Künstlern, vorwiegend aus der Region Cornwall, konnte sich ein erster Schwerpunkt der Arbeit der Galerie entwickeln. Die Kunstagentur Hoffmann besuchte die Künstler und beriet bei der Werkauswahl und nahm die Betreuung vor Ort wahr.
Über die erste Ausstellung die Arbeiten der Keramikerin und „Grande Dame” der Keramikkunst in Deutschland Hedwig Bollhagen zeigte, entwickelte sich ein zweiter Schwerpunkt der Galerietätigkeit. Künstlerinnen und Künstler die an der Hochschule für Kunst und Design, Burg Giebichenstein bei Leipzig studiert hatten, stellten in der Galerie im Gartenhaus und nach der Verlegung der Galerieräume nach Herzebrock-Clarholz in der Galerie unter den Linden aus.
Im Rahmen der vorläufig letzten regelmäßigen Ausstellung der Galerie unter den Linden wurde von Fürstin Sissi auf die Motive und Hintergründe der Entwicklung eingegangen, während die Kunstagentur Hoffmann den Rückblick auf die Jahre der Galerietätigkeit und den über 80 Künstlerinnen und Künstler die während der 12jährigen Galerietätigkeit von Fürstin Bentheim-Tecklenburg gezeigt wurden übernahm.
10 Jahre bedeuten eine lange Zeit – viele fleißige Arbeitstunden im Atelier, auf der Suche nach Motiven und der Entwicklung neuer Werkgruppen. Die Selbstbefragung des Künstlers ob die Motive und die Malerei das Halten was sie theoretisch versprechen. Wieder und wieder probieren, verwerfen und malen. Aus der Rückschau wird sichtbar wie sich der Fokus des Interesses verschiebt, was vom Rand zum Thema wird, was verschwindet nach dem es in allen Facetten ausgearbeitet wurde.
Die Werkgruppen die in den 10 Jahren zwischen 1996 und 2006 entstanden sind, haben Pedro Barrocal unterschiedlich lange beschäftigt.
Figuratives und Gegenständliches sind vorherrschend. Abstraktion und Collagetechnik finden in den Papierarbeiten Eingang, in der Malerei bleibt der Künstler der Figur, dem Stillleben und der Landschaft treu. Verfremdung ist erlaubt, aber der Realismus nie zu leugnen. Vielleicht macht das den Zauber der Arbeiten Pedro Barrocals aus. Gegenständliches hilft den Weg ins Bild, Posen und Rollen der Motive, überindividuelles wird scheinbar einfach sichtbar und lässt Kommunikation mit dem jeweiligen Werk zu.
Entwicklungslinien und Schwerpunkte in den Motiven sind sichtbar: In der Malerei ist der Mensch als Motiv führend. Diese Werkgruppen, große Streifenbilder (1990 – 1996) in kräftigen, leuchtenden Farben ausgeführt, werden abgelöst von Motiven, in den Menschen als Hintergrund für barock anmutende Ornamente dienen ( Ornamente 1996 – 1998). Neue Motive entdeckt der Künstler für sich, in denen Menschen nur noch indirekt in Beziehung stehen. (Partikuläre Räume 2000 – 2004)
Großformatige Menschenleere wird durch kleinformatiges, wieder den Menschen, diesmal hinter Draht, im Mittelpunkt stehen lassen, weiterentwickelt. (Identitäten 2004 -2005) Von diesen verfremdeten Menschenportraits jenseits des Maschendrahtes, geht der künstlerische Weg zu sprechenden Posen als Motiv. Übertrieben und nicht empfunden sondern gespielte Emotionen von Menschen sind das Thema. Der Weg führt wieder weg vom Menschen zu einer Rolle die gefüllt sein will. (Darsteller 2004). Menschenleere Strassen irgendwo, traumhaft schön, aber entrückt und so perfekt, dass es schon fast wieder beklemmend wirken kann.
Eine urbane Kulisse (Urban-Kulisse 2005 – 2006) individuell und doch austauschbar, da nicht örtlich gebunden, auch wenn die Wahlheimat des Künstlers Pate gestanden hat. Die Wahlheimat und Gegenstände, die Menschen in dieser Stadt für sich selber als wichtiges Erinnerungsstück aufgehoben haben faszinieren den Künstler in der Werkgruppe Überbleibsel. (Überbleibsel 2005-2006)
Zufällig, die Schlagschatten und Lichtkegel von Leuchten in der Nacht, die meist gerichtet aber immer nur einen Ausschnitt von Räumen, Möbeln oder Arbeitsflächen zeigen. Malerisch komplexe Themen, die die dingliche Welt wie im Halbschlaf und halbwach durch die Beleuchtung reduziert entrückt und doch vertraut wiedergeben. (Nachtbilder 2006)
Stillleben im 21. Jahrhundert. Die neusten Werkgruppe sind Landschaften und Stillleben zugleich. Sie sind menschenleer, lassen den Menschen nur als Betrachter zu. Künstler und Mensch außerhalb des Stilllebens. Die Posen und Rollen in die Menschen als Objekt der Malerei geschlüpft sind, übernehmen jetzt komponierte Landschaften.
Naturräume schroff und wild, nicht ohne ästhetischen und atmosphärischen Charme und so erhaben und „chaotisch”, das der Mensch und seine Zivilisation, die es ihm ermöglicht in der Natur zu überleben, nicht fehlt. (Refugium 2006-2007)
Wie eine Frequenzlinie bewegt sich der Künstler zwischen den äußersten Polen seiner Kunst in diesen 10 Jahren.
Die Kunstagentur Hoffmann führte breits mehrfach in das Werk des Künstlers im Rahmen von Ausstellungseröffnungen ein und hat den Katalogtext erstellt.
Anlässlich des 100ten Todestages der Malerin Paula Modersohn-Becker zeigen mehrere Museen thematische Ausstellungen zu Leben und Werk der Künstlerin. Paula Modersohn-Becker ist die früheste Vertreterin des Expressionismus in Deutschland. Erst 1911 wurde der Begriff geprägt, zur Charakterisierung der Malweise der Künstlervereinigung “Die Brücke”. Zu diesem Zeitpunkt war Paula, wie sie von vielen Verehrern heute noch liebevoll genannt wird, schon 4 Jahre tot.
In der kurzen Zeit zwischen 1900 und 1907 war Paula Modersohn-Becker mit ihrer Malerei sehr isoliert. Die Worpsweder Künstlerfreunde konnten damit nicht viel anfangen, der eigene Mann verstand ihr Werk nicht, nur in Paris, das sie in den Jahren mehrfach besuchte, fand sie Anregung und Bestätigung. In Paris war die klassische Moderne zu Hause, die eine Neuerin wie Paula verstand und gewähren liess. Die Kunsthalle Bremen setzt die Werke Paula Modersohn-Beckers in den zeitlichen Bezug zu den anderen “Großen” der Moderne in der Pariser Zeit. Die Ausstellung läuft vom 13.10. 2007 – 24.02.2008.
Die Kunstagentur Hoffmann bietet einen Vortrag zur Einführung in das Ausstellungsthema “Paula in Paris” an und begleitet auch Kunstfahrten zur Bremer Kunsthalle.
Kunstpaartner – wir machen unsere eigene Rechtschreibreform!
Was verbirgt sich hinter dieser eigenwilligen Schreibweise: Zwei Künstlerpersönlichkeiten, nicht die Muse und der Künstler, nicht ein großer und ein kleiner Genius sondern Partner – gleichberechtigt, autonom und eigen in der künstlerischen Arbeitsweise und doch auch ein Paar;
Menschen die seit Jahren zusammengehören, einander fördern und fordern, wohlwollend, kritisch, wach und offen miteinander zu wachsen und in Bewegung zu bleiben.
Regina Stolzmann und Jörg Pruß heissen die beiden Düsseldorfer Künstler um die es bei dem Projekt Kunstpaartner geht.
Vorab gesagt, im Werk von beiden einzeln oder gemeinsam gibt es eine Leitlinie: Transformation.
Transformation durch Fotografie, Wordart, Künstlerische Konsumgüter, Installationen, Wort, Objekt, Zeichnung,
Das bekannte Zitat der Künstlerin Regina Stolzmann „manchmal möchte ich hier alles einfach hinschmeißen und woanders wieder als Jungfrau anfangen” als zentrales Objekt, ein Gefühl das vielleicht jeder schon einmal selber gehabt hat, oder davon gehört hat, dem die Kunstpaartner zum Glück nicht nachgekommen sind.
Die Kunstagentur Hoffmann hat für die beiden Künstler im Projekt Kunstpaartner im Kunstverein Gütersloh die Ausstellungseröffnungsrede und die Marketingmaßnahmen Blog und Podcast übernommen.
“Herein – Sie stören nicht!” Ein freundliches und den Menschen zugewandtes Motto, das der Titel der Ausstellung der Künstlerin Inge König-Gausepohl in den Stadtwerken Bielefeld war. Die Ausstellung umfasste Arbeiten aus dem letzten Jahr und der aktuellen Werkphase Inge König-Gausepohls. Zu sehen waren Skulpturen aus Stahl, oft als Motiv Frauengestalten, die überzeichnet und doch sich ihrer Weiblichkeit bewusst sind, wie archaische Göttinnen, intensiv rot bemalt. Inge König-Gausepohls Skulpturen atmen Energie und Freude, im gelassenen oder schwer bewegten Zustand. Die Holzschnitte mit den Druckstöcken, die einmal von der Bearbeitung und Entstehung zeigen, dass die Künstlerin auch vor harter körperlicher Arbeit für den Entstehungsprozess ihrer Werke nicht zurück schreckt.
Die Aufgabe der Kunstagentur Hoffmann bestand in der Eröffnungsrede der Vernissage. Es war das fünfte Mal, dass eine Ausstellungseröffnung von Inge König-Gausepohl von der Kunstagentur Hoffmann gestaltet wurde. Marketingmaßnahmen Blog und Podcast haben die Vernissagen jeweils begleitet.