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Monat: Januar, 2008

Körperfragmente – Eva Volkhardt Bildhauerin

Die Ausstellung Eva Volkhardt – Körperfragmente ist die erste Ausstellung im Reigen der Feiern zum  750jährigen Gemeindejubiläums von Steinhagen, das in der Silvesternacht mit einem großen Feuerwerk begann.

Wenn die Diplom-Grafikerin Eva Volkhardt, die seit 10 Jahren bildhauerisch tätig ist, einen Sandstein bearbeiten will, wird sie zur Detektivin.

Sie schaut, dreht und wendet den Stein wieder und wieder, um ihn zu lesen, um die verborgenen Strukturen, brüchigen Stellen oder Einschließungen im Material zu erspühren. Was mag drin stecken, ein Gesicht, ein menschliches Fragment, ein Kopf, ein Po ein Rücken?

Ihre lange Beschäftigung mit Ton kommt ihr hierbei indirekt zu gute, da die Proportion, das Erkennen von Form so tausendfach geschult ist. Je länger die Beschäftigung mit dem Stein stattfindet, desto virtuoser und freier wird sie. Allerdings ist Eva Volkhardt dem figürlichen zugetan. Abstraktion im Stein in der Bildhauerei immer wieder zu finden, ist nicht ihr Ding, irgendwas menschliches kommt immer dabei raus.

Jeder Bearbeitungsschritt ist fast wie ein „hop oder top”, da jeder Schlag Material wegnimmt und was weg ist ist weg, nicht kaschierbar, erbarmungslos und endgültig. Daher ist Bildhauerei auch immer Entscheidungen treffen. Ein Stück wird auch durch Abplatzung oder Wegsprengen von mehr als gewünscht schon mal aus der Bahn geworfen, so dass die Künstlerin umdisponieren muss, verändert, aber nie aufgeben.

Inspiriert durch die Kunst August Rodins, finden sich immer neben modellierten, herausgearbeiteten Flächen auch raue, kontrastierende Flächen die helfen auf das wesentliche in der reduzierten, da teilweise wiedergegebenen Figur sich zu konzentrieren. Gedanken, Spannung, Innerlichkeit werden so unterstrichen oder herausgehoben. Makellosigkeit in Opposition ungezügelter Rauheit, Verwitterung oder Abbruchkanten steigert sich so im Ausdruck.

15 Arbeiten werden vom 16. Januar bis 29. Februar 2008 im Rathaus in Steinhagen zu sehen sein. Die Eröffnung wird um 19 Uhr von der Kunstagentur Hoffmann im Auftrag der Gemeinde Steinhagen durch einen Einführungsvortrag gestaltet.

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Foto (Frank Jasper, Haller Kreisblatt): von links: Regina Howorek, Christiane Hoffmann, Klaus Besser, Eva Volkhardt

Werner Dreyer Bilderwelten – Werkschau – Retrospektive

Am 13. Januar 2008 wird um 11.00 Uhr im Foyer des Rathauses von Rheda-Wiedenbrück die Ausstellung Werner Dreyer Bilderwelten – Werkschau – Retrospektive Werner Dreyer eröffnet.

Werner Dreyer lebt seit über 30 Jahren in Rheda-Wiedenbrück und hat in seiner Karriere als Gestalter bzw „Kreativer” bei Miele, das Gesicht des Hausgeräteherstellers aus Gütersloh maßgeblich geprägt.

Als gelernter Gestalter nahm Dreyer zusätzlich Unterricht in allen Kunstformen u.a. an der Folkwangschule in Essen und später an der Düsseldorfer Kunstakademie. Namen wie Joseph Beuys und Ewald Matareé als Professoren fallen in diesem Zusammenhang.

Werner Dreyer auf eine Kunstrichtung festzulegen würde bedeuten ihn zu beschränken. Seine freie Malerei schöpft viel aus den Quellen des fantastischen Realismus und hat einen starken zeitkritischen aber auch humorvollen Blick auf die Gegenwart.

Daneben sind die starken, keinesfalls ruhigen Blumenlandschaften, keine Stillleben im klassischen Sinne sondern Landschaften, die sich auf die Blumenfelder fokussieren ein weiteres Standbein. Die Arbeiten wirken so natürlich, dass der Hintersinn oder unterbewusste Sinn des Malers kaum durchscheint.

Darüber hinaus kommen immer wieder Veduten von Venedig oder auch Wiedenbrück vor. Städte in denen sich Dreyer gerne aufhält, die als Fotografie heim gebracht sich in Öl wiederfinden. Detailgetreu, deutlich kleiner als Canaletto gemalt hat, aber nicht minder anteilnehmend an einstiger Größe und Schönheit, die langsam an die Zeit Fuge um Fuge verliert, ohne die immer noch immense Ausstrahlung und Würde zu verlieren.

Facettenreich, nicht ohne inneres Engagement, das bis zur kritisierenden Zuspitzung in den Bildern Dreyers zum Ausdruck gebracht wird. Ein malerischer Chronist unserer Zeit.

Die Kunstagentur Hoffmann übernimmt im Auftrag der Flora Westfalica GmbH die Ausstellungseröffnung.

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