Kunst auf Sylt von David Beavan
Zu den klassischen Motiven der Malerei gehört eindeutig die Marinemalerei. Sie wird auch gerne als Seestück bezeichnet. Die steigende Zahl der Kreuzfahrtschiffe und die jährlich wachsenden Fahrgastzahlen zeigen die ungebrochene Faszination, die vor allem “Landratten” dem nassen Element entgegen bringen. Doch die Seefahrt und vor allem der Fischfang sind harte Arbeit. In vielen historischen Seestücken wird dies deutlich. Sie spiegeln die alte Seefahrer Realität wider.
Doch es gibt auch zeitgenössische Künstler, die sich diesem Thema widmen. So z.B. David Beavan, der es versteht, in großformatigen Arbeiten, die raue See als fast abstrakt anmutendes, tosendes Auf- und Ab so dramatisch zu formen, dass wenig Romantik aber viel Elementares auf den Betrachter herüber zu schlagen scheint. Das der Fischkutter in stürmischer See zum Spielball der Urgewalt “Meer” wird und dass der Betrachter sich mittendrin wähnt, ist eine Qualität der Arbeiten von David Beavan.
Daher wundert es nicht, dass gerade in den Küstenregionen und vor allem auf der Urlaubsinsel Sylt Beavans Seestücke gut vertreten sind. Neben mehreren Bildern und auch ganzen Schwimmbadgestaltungen in Privathäusern in Kampen oder Keitum, sind einige Bilder des Kunstmalers öffentlich zugänglich. So z.B. in der alten Bootshalle bei Gosch in List. In der nördlichsten “Fischbude” in Deutschland sind vier großformatige Arbeiten von David Beavan zu sehen. Und sie hängen genau da, wo Fische und anderes Meeresgetier, das Ergebnis der Arbeit der Fischer, verkauft werden. Der Betrachter kommt dicht an die bewegten und in ihrer Dramatik stark wirkenden Arbeiten heran und findet sich in einem starken Kontrast, heil und unbedroht inmitten der Produkte dieser gemalten harten Realität.
Weitere Werke von David Beavan finden Sie hier bei der Kunstagentur Hoffmann.
Erst kürzlich mit viel Erfolg zu Ende gegangen ist die Ausstellung “Sunday Walk” mit Landschaftsmalerei von David Beavan. Ähnlich wie bei den Seestücken hat David Beavan hier die klassische Landschaftsmalerei aufgegriffen und in die Formensprache der Neuzeit übertragen. Auch hier wähnt sich der Betrachter mittendrin. Beavan gelingt es den Augenblick festzuhalten und dem Betrachter ohne Umwege oder kunsthistorische Erklärungen zu übermitteln. Beobachtet man Besucher in seinen Ausstellungen, so wenden sich diese durch die im Grunde einfache Erschließung der Bilder nicht gelangweilt ab, sondern bleiben wie gebannt davor stehen – die Faszination des Augenblicks.




