Die Stadt Hilden zeigt bis zum 30.11.2008 die Ausstellung Ren Rong – Pflanzenmenschen. Zur Eröffnung am Sonntag, den 09.11.2008 im Kunstraum des Gewerbehofes Süd, Hofstrasse 64, führte der anwesende Künstler Ren Rong ein Künstlergespräch mit der Kunsthistorikerin Christiane Hoffmann.
Bildquelle: Christiane Hoffmann und Ren Rong während des Künstlergesprächs
Die stimmige und gelungene Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Düsseldorfer Galerie Geuer und Breckner und nimmt das Motiv des “Pflanzenmenschen”, das Ren seit den 90er Jahren entwickelt hat, als Leitmotiv auf. Stahlskulpturen, Holztondi, Malerei und Materialarbeiten sind zu sehen. Das erdtonige und die warmen Herbstfarben der Arbeiten lassen die unterschiedlichen Kunstpositionen in einen harmonischen Dialog treten.
Bildquelle: Christiane Hoffmann, Ren Rong, Til Breckner, Hilden
Der bei Bonn lebende Künstler führte aus, dass er als Künstler auf zwei Kontinenten arbeitend, seine ideale Daseinsform gefunden hat. Beide Kontinente, Asien und Europa halten für ihn starke Motive und Energie bereit, die er für seine Arbeit braucht. Jedes Land speist so in seiner spezifischen Art und Weise das Werk Rens. Allerdings wäre für ihn, der Wechsel der Wohnorte immer mit gegenläufigen Träumen verbunden. In China träume er deutsch und in Deutschland chinesisch, erklärte Ren dem interessierten Publikum.
Bildquelle: Ren Rong: Pflanzenmenschen
Ob er seine Pflanzenmenschen auch in ganz anderen Aggregatzuständen denken könnte, wollte die Kunsthistorikerin von Ren Rong wissen. “Ja, z.B. wenn er für eine Landes- oder Bundesgartenschau eingeladen würde, könnte er sich auch Pflanzen oder andere Mittel für seine Kunst vorstellen”, antwortet Ren.
Der vielbeschäftigte Künstler, zur Zeit werden fünf Ausstellung von Ren Rong in Deutschland gezeigt, beschrieb auch seine Arbeitsweise dem Publikum. Bei Stahlarbeiten brauche er Hilfskräfte, die seine Vorzeichnungen aus dem Stahl schneiden würden und auch die Abschlussarbeiten wie entgraten oder für den Korrosionsprozess vorbereiten, nimmt der Künstler die Hilfe von Materialspezialisten an. Das seine Stahl-Pflanzenmenschen musikalisch seien, hätte er auch erst beim Verladen von einigen Skulpturen festgestellt. Als beim Aneinanderschlagen der Spitzen und Grate plötzlich sehr melodische Klänge entstanden seien. “Überhaupt”, so Ren, “seien diese Arbeiten von ihm zum Anfassen und zum Klopfen ideal”, und die Gäste sollten doch das mal ausprobieren. Nur bei den anderen Arbeiten führte der Künstler augenzwinkernd aus, sei das leider nicht möglich.”
Trotz Erkältung und drohender Heiserkeit, nahm sich der Künstler im Anschluss an das Gespräch noch Zeit mit den Gästen über seine Arbeiten zu sprechen und signierte bereitwillig seine Kataloge. Der Künstler und die Besucher genossen das Künstlergespräch zur Eröffnung und dankten Christiane Hoffmann von der Kunstagentur Hoffmann für diese besondere Art der Einführung.
Die Ausstellung ist noch bis zum 30.11.2008 im Kunstraum im Gewerbepark Süd, Hofstrasse 64, Hilden zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag: 14 – 18 Uhr, Samstag + Sonntag: 11 – 16 Uhr, Montag geschlossen.
Für Schulklassen oder interessierte Gruppen kann auch ein Besuchstermin vereinbart werden. Kontakt kann mit dem Kulturamt Hilden aufgenommen werden.
Alle Fotos: Joerg Pruss, Düsseldorf