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Monat: Dezember, 2008

David Beavan zeigt erstmals das Medienbild Last Drops

Es ist groß, detailreich und ungeheuer ergreifend: Das Monumentalgemälde “Last Drops of fresh rainwater“, das der Künstler David Beavan vom 29. Januar 2009 ab 19 Uhr bis zum 1. Februar 2009 in den Räumen von SKAM e.V. am Trichter 1 in Hamburg zeigen wird.

Über 115 Ölbilder hat der Künstler seit 2006 gemalt. Alles künstlerische Reflexe auf Nachrichten aus aller Welt und aus Deutschland. Erschreckendes, hoffnungsfrohes und immer wieder unsinnige Gewalt. Viele Ausschnitte sind wie gute Bekannte, die man oft gesehen hat. Und das ergreifendste ist, der Anlass, mag er schon 10 Monate oder 2 Jahre zurück liegen. Diese Bilder kommen aus anderen Orten immer wieder zurück auf den Bildschirm.

David Beavan: Last Drops of fresh rainwater

Wie eine schlechte Wiederholung, aber anscheinend ist unsere Welt so. Die 5 Meter breite und 4,50 Meter hohe Arbeit wäre schon deshalb eine Meditation wert, aber der Künstler geht noch weiter. Für die Premiere und für die weiteren Ausstellungsorte werden jetzt schon ein ausgeklügeltes Präsentationsdesign und eine Licht und Ton-Performance vorbereitet.

“Last Drops” ist mehr als ein Gemälde zur Zeit, es ist ein ergreifendes künstlerisches Mahnmal der Gegenwart, das eingebettet wird in eine Licht- und Toninstallation, die alle Sinne anspricht und den Besuchern die Zeit anders reflektieren lässt als vor dem ganzheitlichen Erlebnis.

Hubertus Bordfeld zeigt die Serie Bikinis in Düsseldorf

Sonne, Strand, Meer und Bikinis – welche Gedankensprünge in grauen Wintertagen macht das Gehirn. Hubertus Bordfelds Serie „Bikini” ist überraschend anders als der Urlaubsprospekt.

Die Motive zeigen nur Makroansichten, augenscheinlich von Frauen in Bikinis, aber fokussiert auf wenige Zentimeter Körper, ein Stück Haut, Bikinihose und ein Stück Bein, oder ein Stück Bauch immer so dicht dran, wie man als unbeteiligter Betrachter kaum sein will. Und dann ist da neben der ungewohnten Perspektive auch noch die Technik.

Nicht gemalt, aber sehr farbintensiv, nicht fotografiert aber erkennbar und nicht auf Leinwand gemalt aber doch sind Ölfarben im Einsatz. Wie Pixel eines Computerbildes steht jeder Farbpunkt sichtbar neben dem nächsten, obwohl es kein Digitalbild ist. Und die Farbe hat sich vom Grund gelöst und ist Millimeter weit vom Trägermaterial entfernt.

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Fotos: Jörg Pruss

Auf Initiative der Kunstagentur Hoffmann werden die Bilder von Hubertus Bordfeld vom 5.12.08 – 15.12.08 in der Galerie Artobel/Kunsthaus Oberkassel in Düsseldorf Oberkassel gezeigt.

Mit Beginn der Dunkelheit werden die Bilder beleuchtet. Normales Kunstlicht wechselt sich mit RGB-Licht ab. Das Bild bekommt eine zweite Fassung durch das Licht. Was vorher klar als Körper, Bekleidung und Strandmatte zu trennen war, läuft in scheinbar unwirklichen Farben in einander, trennt sich und verwirrt ob der Formen die zwar noch die Alten sind, aber die Farbinformationen die beim Gehirn des Betrachters angekommen bewegen sich weit weg vom gewöhnlichen, nachvollziehbaren, just gesehenen. Traum, Ironie des Traumes und Albtraum in einem Bild. Bordfeld eben.

Last drops of fresh rainwater David Beavan zeigt Monumentalgemälde

Die Premiere des Monumentalgemäldes “Last drops of fresh rainwater” von David Beavan in der Größe von 5 x 3 Meter wird vom 29. bis zum 31. Januar 2009 bei SKAM e.V. Beim Trichter 1 in Hamburg gezeigt.

 

Bildquelle: Last drops site

Hier im Netz werden die einzelnen Bilder bereits nach und nach vorgestellt. Bisher sind 11 Bilder erschienen, die aus den Jahren 2006 und 2007 stammen. Mit den Regionen, Naher Osten, Iran, USA, Europa und Naturthemen sind sowohl tagespolitische Reflexe des Künstlers David Beavan verbunden, die sich nicht an der augenblicklichen Situation, sondern an der von vor einem oder zwei Jahren orientieren. Trotzdem ist die Aktualität und die Präsenz der Bilder im Vergleich zu zeitaktuellen Themen verblüffend und beweist, wie sehr “Last Drops” ein riesiger, künstlerischer Kommentar zu unserer Zeit ist.