Nach langer Vorbereitungszeit war es an diesem Wochenende so weit. Das Monumentalkunstwerk von David Beavan, ein aus vielen Einzelbildern zusammengesetztes Werk der klassischen Malerei, wurde in Hamburg in der Kunstinstitution SKAM gezeigt. Der Brite David Beavan hat mit seinem Malertagebuch „Last Drops of fresh rainwater” ein Historienbild der Neuzeit geschaffen. In Einzelmotiven von je 40 x 50 cm, hat er nahezu jeden Tag des Jahresausschnittes 2007-2009 mit seinen individuellen Eindrücken festgehalten. Internationale Nachrichten, individuelle Katastrophen aber auch Naturschönheit und ewig gültige Themen der Kunst.

Es ist eine Wiederbelebung des Historienbildes als Zeitmetapher, umgesetzt in klassische Malerei. Ein Großformat aus Einzelbildern zusammengesetzt, das die Visualisierung im Zeitalter der Medienkommunikation durch die Malerei in ein menschliches Maß übersetzt. Einzelaspekte werden in der international verständlichen Globalisierungssprache des Bildes wiwdergegeben und so zu einem umfassenden Panoptikum der Zeit. Monumental, zeitnah, Außen- und Innensicht auf die Welt vom zufälligen Standpunkt Deutschland aus gesehen, der die Veränderung von Machtfragen in verdeckte Wirtschaftsinteressen transportiert und die verwandten Beziehungen deutlich macht. Last Drops ist ein politisches, lyrisches und engagiertes Monumentalbild, das durch großartige Inszenierung den Weg vom banalen, einzelindividuellen ins Gesamtgesellschaftliche schafft und so die scheinbare “historische Bedeutung” von Geschehnissen in die Wirkmächtigkeit für jeden Einzelnen ins Alltägliche zurückholt.
Weitere Infos auch auf unserer extra für dieses Projekt eingerichteten Internetseite. Mehr Kunst von David Beavan finden Sie auch in unserer Galerie.
David Beavan geht für die Präsentation seines Monumentalgemäldes “Last Drops of fresh rainwater” , ein Historienbild der Gegenwart, bestehend aus über 100 Gemälden, die in der Zeit zwischen 2006 und heute entstanden sind, ungewöhnliche Wege. Die Präsentation, die ab dem 29. Januar 2009 erstmals im Kunstverein Skam e.V. in Hamburg, Am Trichter 1 zu sehen sein wird, wird begleitet von eigener Musik.
Der Komponist Jim Munro war so begeistert von diesem “Malertagebuch unserer Zeit”, dass er es sich nicht nehmen liess, eigens dafür Musik zu komponieren. Die Musik für “Last Drops of fresh rainwater” ist inspiriert von der Idee des Künstlers, die Bilder nicht nur statisch zu präsentieren, sondern die Bilder wie ein Feuerwerk für Sekundenbruchteile zu beleuchten und dann wieder verschwinden zu lassen. Der Moment wird reichen um die Motive zu erkennen, aber nur einen Moment dauern. Dabei wird der Betrachter feststellen, dass die Motive ihm bekannt sind. Warum? Weil Beavan sich hat von Weltnachrichten, Bildinformationen oder von Geschichte der aktuellen Gegenwart zu den Motiven inspirieren lassen. Subjektiv und unchronolgisch ist die Auswahl, getragen von dramatischen, tragischen, schönen Geschichten, Weltproblemen und der Schönheit des menschlichen Lebens. Eine Mischung aus starken, kraftvollen Motiven, die in der Menge gesehen, beieindrucken und einen großen Rahmen schaffen.

Munro hat sich von den Motiven und ihrer Geschichte leiten lassen, ruhige Partien wechseln mit dramatischen Klangkaskaden ab. Über drei Wochen hat der Aufbau und die Komposition der Musik gedauert. Gitarrenklänge, Keybord und Computer kommen zum Einsatz. [...]
Über 200 Gäste fanden sich zur Premiereneröffnung der Galerie artobes, vormals Galerie Oberkassel des Galeristen Michael Sajovitz in der Herzogstraße 68-70 in der Düsseldorfer Friedrichstadt ein.

von links: Galerist Michael Sajovitz, Kazue Matthes Theaterkimono Design, Georg Matthes, Lichtgraphologie
Kazue und Georg Matthes zeigten neuste Arbeiten aus ihren Werkbereichen Fotokunst und Theater Kimono Design. Das Künstlerpaar Matthes lebt wechselseitig in Japan und in Deutschland und so hatte es sich der japanische Vizekonsul Wataru Okuma nicht nehmen lassen, persönlich ein Grußwort zur Ausstellung zu sprechen.

von links: Musikerinnen, Christiane Hoffmann, Kunstagentur Hoffmann, Michael Sajovitz, Galerist, Jürgen Raap, Kunsthistoriker, Vizekonsul Wataru Okuma
Die gemeinsame Ausstellung von Georg und Kazue Matthes atmet den Geist der Verbundenheit zu Europa und Japan. Georg Matthes Arbeiten sind in einer neuen Technik der Lichtgraphologie entstanden. Die Arbeiten sind fast ausschließlich in Japan gemacht worden. Nur eine Ausnahme zeigt eine Arbeit aus Leverkusen, wie Kunsthistoriker Jürgen Raap den versammelten Gästen zum Werk Georg Matthes erklärte.
Christiane Hoffmann von der Kunstagentur Hoffmann führte in die Welt des in Japan populären “Taishu Engeki Theater” ein und erklärte die Bedeutung der Theaterkimonos von Kazue Matthes.
Alle Fotos: Jörg Pruss
Zu der Weltpremiere des Monumentalgemäldes “Th Last Drops of fresh rainwater” hat der Künstler David Beavan nun das Ausstellungsplakat vorgestellt.
Er arbeitet mit den Farbfacetten schwarz-grau und Filmschnittsequenzen.
Der Hauptausschnitt stammt aus dem Bildbestandteil “unser täglicher Arrest” und lehnt sich an die Arbeiten des “Haussklaven zu verkaufen” an.
Plakat: The Last Drops of fresh rainwater, Copyright David Beavan
Darunter liegt ein Bildausschnitt teils in schwarz-weißer teils in farbiger Fassung, der einmal die Anlehung an einen Filmausschnitt assoziiert und zum anderen den Zeitbezug andeuten will. Das Historienbild der frühen Neuzeit wird von Beavan so zitiert und mit seinem Monumentalgemälde “The Last Drops of fresh rainwater” in die heutige Zeit transferiert. Ihm gelingt die Übersetzung in das Jetzt durch die Verbindung von erzählerischen Motiven, dem Fokus auf das Zeitgeschehen und immer wieder auch Blicke heraus aus den Problemen und Katastrophen in das Schöne der Erde, die trotz des menschlichen Irrsinns und ihrer Bedrohtheit unendlich schön sein kann.
“The Last Drops of fresh rainwater” ist daher auch Zeitchronik und Medienereignis in einem. Die Präsentation wird erstmalig öffentlich vom 29. Januar bis 2. Februar 2009 in Hamburg, Skam e.V., Am Trichter 1 erfolgen.
Das Künstlerpaar Georg und Kazue Matthes zeigt in der Eröffnungsausstellung der Galerie artobes, vormals Kunsthaus Oberkassel in neuen, größeren Räumen in Düsseldorf aktuelle Werkgruppen ihres Schaffens.
Der Filmemacher und Künstler Georg Matthes zeigt die Serie “Lichtspuren”. Dahinter verbirgt sich eine neue Bildästhetik, die der Künstler seit Jahren entwickelt hat. Selber benutzt er als Beschreibung und Charakterisierung den Begriff “Lichtgraphologie” und beschreibt damit den Prozess des Fotografierens, wie auch das Ergebnis seiner Arbeit. Die Anlehnung an die Graphologie, die auch als Schriftpsychologie verstanden werden kann, ist dabei gewollt.
Ähnlich wie bei der Handschrift, die über die Persönlichkeit des Schreibenden Auskunft gibt und dem Kundigen Wesenszüge des Menschen verrät, kann die Lichtgraphologie mehr verraten, als ein statisches Foto es vermag.
Einmal ist der dynamische Entstehungsprozess gemeint, der die Kamera unbedingt in Bewegung bringt, so wie die Hand den Stift zum Schreiben führt und so die Bewegung den Schlüssel zum Entstehen einer Schriftprobe überhaupt erst werden lässt. Desweiteren sind Inhalte, Objekte und der Zusammenklang im Auge des Künstlers der zweite notwendige Teil der Lichtgraphologie.
Faszinierende Farbkaskaden und dynamische Bildebenen lassen sich so herstellen und für den Betrachter zu einer aufregenden optischen Reise werden.
Kazue Matthes im Kimono mit eigenem Bühnenkimono
Geschmeidige Bewegungen, Farbspiele und das gesetzte Licht machen auch Kazue Matthes Bühnenkimonos zu einem ästhetischen und optischen Erlebnis.
Seit Jahren ist sie als Meisterin der Kimonokunst erfolgreich für japanische Theater in der Form des Taishu Engeki tätig. Ihre Kreationen sind nicht nur eine Theateraugenweide, sondern sie sind auf der Welt einmalig, weil sie sowohl klassisch japanische Traditionen widerspiegeln und gleichzeitig europäische Wurzeln mit aufnehmen.
Kazue Matthes lebt mit ihrem Mann Georg in Deutschland und Japan und ist so zu einer Weltbürgerin mit doppelten Wurzeln geworden. Ihre Arbeiten sind daher belebter als ausschließlich traditionell japanische, aber qualitätvoll und handwerklich auf höchstem Niveau, so dass ihre Form der “Modernität” ein evolutionäres Wachsen der Kimonokunst darstellt. Für diese Ausstellung hat sie 15 neue Bühnenkimonos gestaltet.
Die Eröffnung der Ausstellung Georg Matthes “Lichtspuren” und Kazue Matthes “Theater Kimono Design” findet am Freitag, den 16. Januar 2009 um 19.00 Uhr in der Galerie artobes, vormals Kunsthaus Oberkassel, Herzogstrasse 68-70 in Düsseldorf statt.
In das Werk von Georg Matthes wird der Kunstkritiker Jürgen Raap einführen. Christiane Hoffmann von der Kunstagentur Hoffmann wird zu Theaterkimonos des Taishu Engeki von Kazue Matthes sprechen.
Die Merkur Print & Service Group aus dem westfälischen Detmold mit Filiale in Gütersloh hat in diesem Jahr erstmalig den OWL-Merkur-Kulturpreis 2009 vergeben. Den Preis teilen sich die Gewinner ART at Work aus Bielefeld und das Rumpelstilzchen-Literaturprojekt aus Enger. Herzlichen Glückwunsch!
Zu den Nominierten gehörte auch die Kunstagentur Hoffmann. Unsere Dienstleistungen im Kunst- und Kulturbereich bieten wir zwar bundesweit an, aber im vergangenen Jahr hatten wir mit der Konzeptionsweiterentwicklung und der redaktionellen Arbeit Online- und Offline für das Wiedenbrücker Schule Museum ein Großprojekt in Ostwestfalen-Lippe.
Vielen Dank für die Nominierung und wir arbeiten auch 2009 daran, im nächsten Jahr wieder dabei sein zu können.