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Monat: September, 2009

Kleinen Fotoschatz entdeckt und dem Stadtarchiv Paderborn übergeben

Im März diesen Jahres fielen zwei alte Kirchturmfotos in einer Secondhandbörse in Ostwestfalen-Lippe auf. Eines der Fotos zeigte augenscheinlich die Gaukirche in Paderborn, die einen neuen Turmhelm, eine Turmspitze erhielt. Das Foto stammt von einem unbekannten Fotografen und war zu dieser Zeit auch noch undatiert. Das zweite Foto war datiert auf das Jahr 1898 und zeigte die Herz-Jesu Kirche im Riemekeviertel in Paderborn.

gaukirchefarbekleinwebBildquelle: Hier  einer der Berichte aus der örtlichen Presse: Wochenspiegel Paderborn, 19. September 2009

Da es sich um zwei alte Fotos handelte, die vielleicht für das Stadtarchiv von Paderborn interessant sein konnten, wurden die beiden Abbildungen von Christiane Hoffmann von der Kunstagentur Hoffmann gesichert und dem Paderborner Stadtarchiv übergeben.

Das gefundene Foto, heute im Besitz des Stadtarchivs Paderborn

Das gefundene Foto, heute im Besitz des Stadtarchivs Paderborn

Wie der Stadtarchivar Andreas Gaidt jetzt der Presse mitteilte, ergaben die Recherchen und Restaurierungen des Fotos der Gaukirche, dass es sich dabei um eine kleine Sensation oder “einen kleinen Schatz” für Paderborn handelt. Das Foto des immer noch unbekannten Fotografen entstand 1883 und zeigt die Bauphase unter dem Dombaumeister Arnold Güldenpfenning (1830-1908) der die gewalmte Barockhaube durch den gotisierenden Spitzhelm ersetzten liess.  Die lokale Presse berichtete in ihren Ausgaben vom 16.09. und 19.09.09 über diesen Fund.

Kunstagentur Hoffmann wird zwei Jahre alt – Jubiläum

Die letzten Tage waren durch die erfolgreiche Ausstellung “last drops of fresh rainwater” turbulent und spannend. Darüber ist das zweijährige Kunstagenturjubiläum etwas vergessen worden.

Liebe Freunde haben daher als Geschenk ein kleines Vögelchen in ein virtuelles Kästchen gepackt und heute hier abgeladen. Daher ist die Kunstagentur Hoffmann und der Blog kunstfreunde-blog.de jetzt auch als Kunstzwitscher bei twitter zu treffen. Mal sehen ob das kleine Vögelchen und ich miteinander klar kommen.

Im Moment sieht es drüben so aus:

Twitter-start

Eröffnung von David Beavan Last Drops in Vechta ein großer Erfolg

Über 100 Gäste aus Politik, Verwaltung, Gesellschaft und Institutionen versammelten sich am Sonntag, den 13.09.09 im Foyer des Rathauses in Vechta, um bei der Eröffnung des Medienbildes und der Großinstallation Last Drops of fresh rainwater von David Beavan dabei zu sein.

Alle waren sich einig, dass der Riesenkeil oder das liegende Dreieck mit der RGB-Beleuchtung und den anrührenden Bildern von David Beavan ein Kunstwerk ist, das man so schnell nicht vergisst.

Der gastgebende Bürgermeister Uwe Bartels bescheinigte dem Künstler Mut und Können mit seiner Arbeit einen Anstoss zu schaffen, Positionen zu beziehen, nicht im Abseits zu bleiben, sondern das von Medien getrieben werden auch wahrzunehmen.

Christiane Hoffmann von der Kunstagentur Hoffmann führte in die vielschichtigen Gedanken des Künstlers zu seinem Werk ein und wies auch auf das wogende Glasmeer zwischen Kunstwerk und Betrachter hin. Verletzendes Glas, das Distanz schafft, aber auch seine Herkunft aus dem Konsum der Industrienationen nicht verleugnet.

Als Medienbild ist die Kommunikation nicht nur vor Ort zu Ende. Im Netz unter http://lastdrops.kunstagentur-hoffmann.de/ sind die Einzelteile des Gesamtkunstwerkes zu finden. Der Film, den David Beavan zusammen mit  der extra für die Großinstallation komponierten Musik von Jim Munreo produzierte, ist unter http://www.youtube.com/watch?v=y23yLwEfnCQ zu finden.

Hier noch ein paar Bildimpressionen von der Eröffnung am 13.09.09 im Rathaus in Vechta:

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Das Medienbild Last Drops of fresh rainwater ist in seiner Struktur wandelbar und wird absehbar als Wanderausstellung auch in anderen Städten Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens zu sehen sein. Bei Interesse einfach Kontakt aufnehmen.

Kunst is the answer – ein Kunstprojekt von Wolfgang Meluhn

Wenn ein Künstler seine Arbeiten nicht zeigt, könnte man denken, der Künstler ist beleidigt oder protestiert gegen die Ignoranz des Publikums. Bei Wolfgang Meluhns Kunstprojekt “Kunst is the answer” ist es aber detailliert anders.

Der Künstler hat für seine Ausstellung “sehen müsste man können – aber wir haben nur lesen gelernt” 30 Bilder gemalt. Für vier Wochen wurden die Bilder in die Städtische Galerie Halle in Westfalen gehängt und niemanden herein gelassen. Selbst die Flüsterpropaganda half den Einlass begehrenden Kunstfreunden und Sammlern nicht. Niemand kam herein.

Stattdessen hat Meluhn den Auf- und Abbau der Ausstellung im Film festgehalten und das ganze via youtube öffentlich gemacht. Darüber hinaus steht er seit einigen Wochen wie ein amerikanischer Bibelverkäufer mit seinen Katalogen der Ausstellung an Strassenecken und vor Sightseeingpunkten Europas und zeigt aller Welt seine Lösung die “Kunst is the answer” heißt. Die Frage auf die die Antwort passt ist für jeden unterschiedlich. Meluhn propagiert seine Kunst und seinen durchaus kritischen zeitgeschichtlichen Ansatz, in der Form penetrant, in der globalen Wirkung fast herzerweichend mikroskopisch klein. Es sei denn, das www findet Meluhn und transportiert ihn weiter. “Kunst is the answer” ein ausgefeiltes Kunstprojekt im 21. Jahrhundert, das alle Kommunikationskanäle bedient und das man nutzen kann, wenn man will.

David Beavan zeigt Installation Last Drops of fresh Rainwater

Das Medien- und Zeitprojekt “Last Drops of fresh Rainwater“ von David Beavan wird erstmals als Großinstallation in dem Foyer des neuen Rathauses von Vechta der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Idee zu dem Projekt, ein malerisches Tagebuch zur Zeit zu beginnen, hatte der Steinfelder Künstler David Beavan schon vor 3 Jahren. Fast täglich arbeitete er seit dieser Zeit an seiner Idee, die Schönheit und die Grausamkeit auf unserem Planeten festzuhalten. Täglich werden durch die Medien Bilder von Konflikten, Katastrophen und menschlichen Schicksalen gezeigt. Immer öfter ist für den Betrachter nicht mehr auseinander zuhalten, wo der Konflikt, wo die Katastrophe passiert ist. Auch die Umweltkatastrophen aufgrund des Klimawandels nehmen zu und niemand scheint etwas dagegen unternehmen zu können, da die gezeigten Bilder sich oft ähneln.

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Bildquelle: Modell der Großinstallation Last Drops of fresh Rainwater von David Beavan, alle Rechte beim Künstler

Diese Situation nimmt Beavan ein engagierter Künstler mit seiner Kunst und seinem künstlerischen Ansatz auf. Bereits in Hamburg zeigte Beavan eine beeindruckende Anzahl von Ölgemälden in der gleichnamigen Ausstellung in Form einer Wandinstallation.

Jetzt in Vechta geht Beavan noch einen Schritt weiter und trägt seine Kunst und seine Ideen in den Raum. Wie ein stilisierter Schiffsrumpf ragt das über 2 Meter große und über 8 Meter lange, liegende Dreieck in den Raum. Die Bugspitze ist mit abgestorbenen Bäumen markiert. Keine Galeonsfiguren sondern Mahnmal der geschundenen Natur. Der riesige Keil ist in 1,4 Kubikmeter Glasscherben eingebettet. Wie ein schäumendes, totbringendes Meer umwogen die glitzernden Scherben verlockend und gefährlich zugleich die Installation. Auf den Flanken des Keils sind Gemälde von Beavan in Doppelreihen angebracht. Not, Elend und Verzweiflung, Zerstörung und Hoffnungslosigkeit blicken den Betrachter an, dessen Reflex helfen zu wollen, durch das Glasmeer unmöglich gemacht wird. Zuschauer und Bewohner einer sicheren Gegenwart werden zu Zeugen von Not und Elend. Oder wer sitzt auf dem sinkenden Schiff? Beavan spielt durch die Installation mit dem Blick des Betrachteres. Seine Arbeit ist kolossal und filigran zu gleich, da Facetten der Gesamtkonzeption ungeheuer ästhetisch und fein komponiert sind. Und doch ist Distanz und Spanung in der Größe und der Aussage mehr als man als Betrachter überhaupt fassen kann.

Die Arbeit ist als Großinstallation noch nie in dieser Opulenz und Üppigkeit gezeigt worden. Die Chance das Kunstereignis auch weiter zu geben hat die Stadt Vechta beim Schopf ergriffen und hat während der Öffnungszeiten des Rathauses allen Schulen der Stadt die Einladung ausgesprochen unter der Leitung der Kunsthistorikerin Christiane Hoffmann von der Kunstagentur Hoffmann, das Werk zu besuchen und damit zu Arbeiten. Schwerpunkte für den Politik, Geschichts- oder Kunstunterricht können für den Besuch vor Ort mit der Kunsthistorikerin und Museumspädagogin abgesprochen werden. Die Möglichkeit mit der Kunstinstallation vor Ort zu arbeiten und seine eigenen Last Drops of fresh Rainwater zu sammeln, besteht während der Ausstellungszeit vom 14.09.09 bis 25.09.09 im Rathaus von Vechta. Kontakt über die Stadt Vechta.

Das Presseecho auf die Ausstellung und die Großinstallation ist sehr groß. Alle Presseorgane in der Region Vechta haben ausführliche Artikel in ihren Printausgaben gebracht. Auch in den Onlinediensten sind Versionen einsehbar. Der NDR wird ebenfalls vor Ort sein und den Aufbau des Objektes mit begleiten.