Das Medien- und Zeitprojekt “Last Drops of fresh Rainwater“ von David Beavan wird erstmals als Großinstallation in dem Foyer des neuen Rathauses von Vechta der Öffentlichkeit präsentiert.
Die Idee zu dem Projekt, ein malerisches Tagebuch zur Zeit zu beginnen, hatte der Steinfelder Künstler David Beavan schon vor 3 Jahren. Fast täglich arbeitete er seit dieser Zeit an seiner Idee, die Schönheit und die Grausamkeit auf unserem Planeten festzuhalten. Täglich werden durch die Medien Bilder von Konflikten, Katastrophen und menschlichen Schicksalen gezeigt. Immer öfter ist für den Betrachter nicht mehr auseinander zuhalten, wo der Konflikt, wo die Katastrophe passiert ist. Auch die Umweltkatastrophen aufgrund des Klimawandels nehmen zu und niemand scheint etwas dagegen unternehmen zu können, da die gezeigten Bilder sich oft ähneln.

Bildquelle: Modell der Großinstallation Last Drops of fresh Rainwater von David Beavan, alle Rechte beim Künstler
Diese Situation nimmt Beavan ein engagierter Künstler mit seiner Kunst und seinem künstlerischen Ansatz auf. Bereits in Hamburg zeigte Beavan eine beeindruckende Anzahl von Ölgemälden in der gleichnamigen Ausstellung in Form einer Wandinstallation.
Jetzt in Vechta geht Beavan noch einen Schritt weiter und trägt seine Kunst und seine Ideen in den Raum. Wie ein stilisierter Schiffsrumpf ragt das über 2 Meter große und über 8 Meter lange, liegende Dreieck in den Raum. Die Bugspitze ist mit abgestorbenen Bäumen markiert. Keine Galeonsfiguren sondern Mahnmal der geschundenen Natur. Der riesige Keil ist in 1,4 Kubikmeter Glasscherben eingebettet. Wie ein schäumendes, totbringendes Meer umwogen die glitzernden Scherben verlockend und gefährlich zugleich die Installation. Auf den Flanken des Keils sind Gemälde von Beavan in Doppelreihen angebracht. Not, Elend und Verzweiflung, Zerstörung und Hoffnungslosigkeit blicken den Betrachter an, dessen Reflex helfen zu wollen, durch das Glasmeer unmöglich gemacht wird. Zuschauer und Bewohner einer sicheren Gegenwart werden zu Zeugen von Not und Elend. Oder wer sitzt auf dem sinkenden Schiff? Beavan spielt durch die Installation mit dem Blick des Betrachteres. Seine Arbeit ist kolossal und filigran zu gleich, da Facetten der Gesamtkonzeption ungeheuer ästhetisch und fein komponiert sind. Und doch ist Distanz und Spanung in der Größe und der Aussage mehr als man als Betrachter überhaupt fassen kann.
Die Arbeit ist als Großinstallation noch nie in dieser Opulenz und Üppigkeit gezeigt worden. Die Chance das Kunstereignis auch weiter zu geben hat die Stadt Vechta beim Schopf ergriffen und hat während der Öffnungszeiten des Rathauses allen Schulen der Stadt die Einladung ausgesprochen unter der Leitung der Kunsthistorikerin Christiane Hoffmann von der Kunstagentur Hoffmann, das Werk zu besuchen und damit zu Arbeiten. Schwerpunkte für den Politik, Geschichts- oder Kunstunterricht können für den Besuch vor Ort mit der Kunsthistorikerin und Museumspädagogin abgesprochen werden. Die Möglichkeit mit der Kunstinstallation vor Ort zu arbeiten und seine eigenen Last Drops of fresh Rainwater zu sammeln, besteht während der Ausstellungszeit vom 14.09.09 bis 25.09.09 im Rathaus von Vechta. Kontakt über die Stadt Vechta.
Das Presseecho auf die Ausstellung und die Großinstallation ist sehr groß. Alle Presseorgane in der Region Vechta haben ausführliche Artikel in ihren Printausgaben gebracht. Auch in den Onlinediensten sind Versionen einsehbar. Der NDR wird ebenfalls vor Ort sein und den Aufbau des Objektes mit begleiten.