5 Jahre Galerie Hoffmann Contemporary Art in Rheda-Wiedenbrück

Eine ambitionierte, zeitgenössische Galerie zu eröffnen, ohne an einem ausgewiesenen Galeriestandort oder einer Metropole ein eingeführtes Galeriegeschäft zu übernehmen, war ein Wagnis, das 2009 mit einem kleinen Stamm von Künstlerinnen und Künstlern in Rheda-Wiedenbrück begonnen hat.

Die Galeristin Christiane Hoffmann, Kunsthistorikerin und Inhaberin der Kunstagentur Hoffmann, nutzte das vorhandene Netzwerk und vielfältige Erfahrungen mit dem Museum- und Kunstbetrieb der freien Szene, um ein Haus für zeitgenössische Kunst zu etablieren.
Auf 300 qm² Fläche wurde in einem 400 Jahre alten Fachwerkhaus die Galerie etabliert. Kein WhiteCube und so schon ein Alleinstellungsmerkmal, das für Kunden, Künstler und auch die Galeristinnen eine Herausforderung darstellte. Nach den ersten zwei erfolgreichen Jahren wurde das Portfolio kontinuierlich erweitert und ab 2012 auch das Galeriegeschäft auf die Teilnahme an internationalen Kunstmessen im In- und Ausland ausgedehnt.

5 Jahre Galerie Hoffmann

In den vergangenen 5 Jahren wurden 25 Ausstellungen in den eigenen Räumen in Wiedenbrück gezeigt und Kooperationsausstellungen in Hamburg, Berlin und Leipzig durchgeführt. Während dieser Zeit ist die Galerie auf 7 internationalen Kunstmessen vertreten gewesen und hat die Karrieren und die Kunst der vertretenen Künstlerinnen und Künstler mit beflügelt. Die Galerie hat sich einen Namen gemacht und genießt die Achtung und das Vertrauen der Sammler, Kunstfreunde, Kooperationspartner und nicht zuletzt der Künstlerinnen und Künstler.

Die Motivation und das Ziel junge Kunst zu fördern und zu begleiten, eine Visitenkarte in der Kunstlandschaft abzugeben und mit beachtlichem Erfolg vor Ort und auswärts zu agieren hat die Galerie zu dem gemacht, was sie heute darstellt. Auch wenn Ostwestfalen-Lippe nicht gerade als Hotspot der deutschen Kunstszene gilt, ist es hier wie überall auf der Welt nur entscheidend, dass die künstlerische Qualität in den gezeigten Positionen hoch ist.

Als eine der ersten Künstlerinnen aus der Düsseldorfer Schule, die mit der Galerie verbunden ist, ist die Künstlerin Ilka Meschke zu nennen, die mit ihrer expressiv-gestischen Malerei und ihren Themen, die dicht am Leben der zeitgenössischen Menschen orientiert sind, eine der polarisierenden und frischen Positionen der deutschen Kunstszene, die ihr künstlerisches Potential in den letzten beiden Jahren noch weiter entwickelt hat.

Dem Gegenüber steht die jüngste Malerei, ebenfalls Düsseldorfer Malerschule, der aus Ungarn stammenden Sala Lieber, die mit ihren opulenten und altmeisterlichen Bildfindungen einen scheinbar krassen Gegensatz zu der gestischen Malerei Meschkes entwickelt, obwohl sich in den Themen und Werkgruppen Ähnlichkeiten im Interesse der beiden Künstlerinnen nicht leugnen lassen.

Der Hyperrealist Lars Reiffers, der ebenfalls eine altmeisterliche Technik, ähnlich wie Lieber pflegt, wendet sich weniger den Alltagsbefindlichkeiten, mehr den Bildtraditionen des Golden Age des 17.ten Jahrhunderts und einer überzeitlichen Metaphysik zu.

Der ebenfalls dem Surrealismus wie Reiffers, beides Meisterschüler der Münsteraner Kunstakademie angehörende, aus der Mongolei stammende Maler Gan-Erdene Tsend bindet seine beiden Lebenswelten in seine altmeisterlich ausgeführten Bilder ein.Große Erdung und Stille, die in ihrer Klarheit schon zu den Farbfeldmalereien Elke Dombrowskis und Marion Große-Wöstmanns nahe stehen.

Ruhe und Weite (Grosse-Wöstmann) und undurchdringliche Schichtungen (Dombrowski) mit starken Horizontal-oder Vertikalzug. Beide bevorzugen Werkgruppen, um ihren gefundenen Motiven alle Möglichkeiten der Malerei abzuringen. Und auch hier ist die scheinbare Nähe, durch eine unverwechselbare Handschrift und die Themenbezüge der jeweiligen Künstlerin zu zuordnen.

Die Deutsch-Niederländerin Uta Schotten steht motivisch zwischen der Abstrakten und der figürlichen Welt, da sie Universen jenseits von Zeit und Raum, teils in Anlehnung an die Ikonografie der Fotografie, Teils Motive der Kunstgeschichte sehr reduziert auf einen Farbraum entwickelt und abgrenzt. Bei ihr wie bei allen anderen professionell arbeitenden Berufskollegen die in der Galerie vertreten sind, ist eine erstaunliche Entwicklungstiefe und ein zunehmender Radius in Ausstellungstätigkeiten und Sammlungsankäufen festzustellen.

Das Angebot der Galerie runden die beiden Bildhauer Jo Kley und Kerstin von Klein ab. Während der eine seit Jahren in Stein arbeitend, auch überall auf der Welt in Symposien zu Hause ist, ist die andere mit dem Material Bronze befasst und ringt und gestaltet Formen, die im Werkprozess durch 1.000 Grad heißes Feuer gehen. Die verarbeitenden Formen entstehen bei Kerstin von Klein aus Gipsmodellen, die ebenso mit der Künstlerin um ihre Gestaltung ringen. Ist der Prozess abgeschlossen und die Gipsfiguren als autarke Plastiken stark genug, werden wenn die Zeit reif ist Bronzegüsse, die aufwendig je nach Figur im Sandbett, in Formen oder als Stück entstehen, gefertigt. Metallsichtigkeit, gewählte Patina und weiße Ölfarbe begrenzen den Farbraum der Plastiken, die Größe von Überlebensgroß bis Sideboardklein. Aber immer ein Fabelwesen halb Tier, halb Mensch, die die großen und kleinen Schwächen der Menschen illustieren. Kley Arbeiten setzen auf unterschiedlichste Gesteinsarten und loten seinerseits die Möglichkeiten und Größen virtuos aus. Die Geometrie, das Gleichgewicht, die geschwungene polierte Form in Große und Schönheit Reduktion und Energie zu gleich.

Diesen motivischen Reichtum, das künstlerische Können und die hohe Qualität der Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler können in der Geburtstagsausstellung der Galerie Hoffmann Contemporary Art gefunden werden.

Wir freuen uns auf die gemeinsame Zukunft und werden bevor der Blick wieder in die Zukunft und den sich wandelnden Kunstmarkt gerichtet wird, erst einmal in einer Zeit des Feierns das gemeinsam Erreichte hochleben lassen. Dazu laden wir alle Kunden, Kunstfreundinnen und Kunstfreunde sowie alle, die Freude an qualitätvoller, zeitgenössicher Kunst haben, ein mit uns zu feiern. Am Sonntag, den 2. November 2014 zwischen 13 und 18 Uhr wird die neue Ausstellung „5 Jahre Galerie Hoffmann Contemporary Art“ eröffnet.

Es werden neueste Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler Ilka Meschke, Lars Reiffers, Marion Große-Wöstmann, Gan-Erdene Tsend, Elke Dombrowski, Sala Lieber, Kerstin von Klein, Jo Kley, Uta Schotten zu sehen sein.

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