Ausstellungshighlights 2010
zu den Highlights der Ausstellungen 2010 bieten wir Ihnen einführende Vorträge oder Tagesfahrten.
Ruhr.2010 – Das Ruhrgebiet als Kulturhauptstadt Europas vom 9.1. bis zum 31.12.2010
Im Zentrum der Ausstellung im Rahmen von ruhr.2010 stehen die historischen, die gegenwärtigen und die neu entstehenden Bilder des Ruhrgebiets. Ziel ist es, eine neue Wahrnehmung dieser Metropole im Werden zu schaffen, etwa durch das vernetzte Ausstellungsprojekt “Mapping the Region” der 20 RuhrKunstMuseen oder in den 15 Fotografieausstellungen und -projekten.
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Ahlen:Intimacy! Baden in der Kunst Thomas Steffl
Kunstmuseum 31. Januar bis 25. April 2010
Wasser gilt als Element der Erneuerung und Reinigung, der Erfrischung und Belebung. Das Bad wird als Ort des Rückzugs und der Entspannung aufgesucht. Gleichzeitig zeigt sich der Mensch hier auch besonderer Weise verletzlich: er begegnet sich selbst in seiner Nacktheit und Blöße, seinen Idealen und Wünschen, seiner eigenen körperlichen Vergänglichkeit. Für Künstlerinnen und Künstler definiert sich das Bad daher als ein spannungsvoller und besonders intimer Raum mit dem sich biblische und mythologische Geschichten verbinden und der heute unter dem Aspekt eines prononcierten Körperkultes neu in das künstlerische Blickfeld gerät. Überblicksausstellung mit 92 beteiligten Künstlerinnen undKünstlern
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Frankfurt am Main: George Seurat – Figur im Raum
Schirn Kunsthalle 4. Februar bis 7. Mai 2010
Die Schirn Kunsthalle zeigt 120 Gemälde, die den Erfinder des Pointillismus George Seurat zeigen. Seurat beschäftigte sich nachweislich mit Farbtheorie und der Wirkung der Farben auf das menschliche Auge. Die Farbwahrnehmung und die additive Farbmischung nahmen deutlichen Einfluss auf seine Punktmalweise.
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Essen: Das schönste Museum der Welt, Museum Folkwang bis 1933
Folkwangmuseum 20.3. – 25.7.2010
Die erste große Sonderausstellung im Neubau des Museums Folkwang ist der einzigartigen Folkwang-Sammlung und ihrer Geschichte gewidmet. Im Mittelpunkt steht die Rekonstruktion der Sammlung, die von Karl Ernst Osthaus 1902 begründet wurde, kurz nach seinem frühen Tod 1921 nach Essen gelangte und hier von Ernst Gosebruch zu einer Institution mit weltweiter Ausstrahlung weiterentwickelt wurde.
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Emden: Realismus – Das Abenteuer Wirklichkeit
Kunsthalle 23. Januar bis 25. April 2010
Die Ausstellung”Realismus – Das Abenteuer der Wirklichkeit. Courbet – Hopper – Gursky” wird die Abschiedsausstellung des langjährigen Chefkurator Nils Ohlsen, der nach Oslo ans dortige Nationalmuseum wechselt.
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Berlin: Wiedereröffnung des Neuen Museums
Neues Museum ab 16. Oktober 2009
Mit der Neupräsentation der Sammlungen des Ägyptischen Museums, der Papyrussammlung und des Museums für Vor- und Frühgeschichte inklusive der Antikenmuseum. Was sich so nüchtern anhört, ist eine Sensation und eine Art Happy End für die Museumsinsel Berlin auf der das Neue Museum seit den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs kaputt übrig blieb. Das Haus wurde im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts wieder aufgebaut und zeigt nun wieder, wie zu früheren Zeiten die Schätze des Ägyptischen Museums. Darin als bekannteste Berlinerin die Nofretete.
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Berlin: Frida Kahlo
Berlin, Martin-Gropius-Bau: 30.4.–9.8.2010
Es ist schon eine Weile her, dass Werke von Frida Kahlo in Deutschland zu sehen waren. Jetzt gibt es eine Ausstellungstour, die in Brüssel am 16.01.2010 startet und als zweiten Ausstellungsort Berlin ansteuert. Die Retrospektive Frida Kahlo gastiert im Berliner Gropiusbau.(danach geht sie nach Wien, 1.9.–5.12.2010) Es werden ca. 50 Gemälden und 70 selten gezeigte Zeichnungen der mexikanischen Künstlerin gezeigt.
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Hamburg: Pop Life, Warhol, Haring, Koons, Hirst…
Hamburger Kunsthalle 11. Februar bis 9. Mai 2010
Pop Life vereint spektakuläre Werke von einigen der bekanntesten Künstler der vergangenen Jahrzehnte, die ihre Kunst und ihre öffentliche Person mit verschiedenen Strategien kalkuliert für die Medien inszenieren und ihren materiellen Erfolg unverhohlen mit den Mitteln einer durch und durch kommerzialisierten Gesellschaft anstreben. Die Ausstellung ist in mehrere Teile gegliedert, von denen der erste Teil Andy Warhol gewidmet ist.
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Hamburg: Himmel auf Zeit , Kunst der 20er Jahre in Hamburg
Hamburger Kunsthalle 28. März bis 16. Mai 2010
Die goldenden 20er im Spiegel der Kunst die in Hamburg entstanden ist. Gesellschaft und Proletarier alles im Spiegel der Weltkriegskatastrophe gesehen.
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Hamburg: Philipp Otto Runge zum 200.ten Todestag
Hamburger Kunsthalle 2.Dezember 2010 bis 27. März 2011
Philipp Otto Runge gilt als Begründer der romantischen Kunst in Deutschland. Obwohl der gebürtige Wolgaster bereits mit 33 Jahren starb, hinterließ er ein umfangreiches Oeuvre, machte sich als Porträtist einen Namen und schuf zahlreiche Kinderbilder. Der starke Symbolgehalt der Werke des jungen Romantikers und die Entwicklung seiner Kunsttheorie sind zum Teil bis heute noch wirksam. Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Ereignisse Ende des 18. Jahrhunderts sind bei der Betrachtung Runges auch seine Beziehungen zu Johann Wolfgang Goethe, Christian Friedrich Tieck und anderen seiner Zeitgenossen wichtig.
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Hamburg: Täuschend echt – Illusion und Wirklichkeit in der Kunst
Bucerius Kunstforum Hamburg 13. Februar bis 24. Mai 2010
Es geht um die Malereigattung des Trompe-l’œil, der Augentäuschung. Seit je her werden die Augen des Betrachters durch die Darstellung im Bild irritiert. Bis in die surreale Malerei, die mit Licht, Objektkästen und Draht arbeitet ist die Augentäuschung bis heute ein beliebtes Darstellungsmittel auch ohne die Ddigitaleinflussnahme via Computer.
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Berlin: Kunst um Humboldt. Reisestudien aus Mittel- und Südamerika
Kupferstichkabinett/Kulturforum Potsdamer Platz 13. November 2009 bis 11. April 2010
Die Ausstellung Kunst um Humboldt zeigt Reisestudien aus Mittel- und Südamerika entstanden im 19. Jahrhundert. In den vor Ort entstandenen Reiseskizzen und Naturstudien erlebten die von Humboldt angeregten Darstellungen des amerikanischen Subkontinents eine europaweit beachtete Blüte. Von den Landschaften, der Flora und Fauna, den Ortschaften, Volkstypen, Sitten und Gebräuchen der von ihnen durchstreiften Regionen entwarfen die Künstler ein faszinierendes Bild. Das Kupferstichkabinett besitzt qualitätsvolle Werke, die von den Reisen der Künstler zeugen. Sie stammen von Rugendas dreijährigem Aufenthalt in Mexiko (1831-34), von Bellermanns Aufenthalt in Venezuela (1842-45) und Hildebrandts erster Brasilienreise (1844). Die meisten Arbeiten wurden durch Humboldts Vermittlung von Friedrich Wilhelm IV. für das Kupferstichkabinett erworben. Sie gehören zum Grundstock einer einzigartigen Spezialsammlung von Naturbildern ferner Länder, vor allem der Tropen. In der Ausstellung werden erstmals zahlreiche Einzelblätter, ebenso Skizzenbücher der drei Künstler gemeinsam gezeigt.
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Darmstadt: Joseph Maria Olbrich
Mathildenhöhe, 07.02.2010 bis 24. Mai 2010
Wer kennt es nicht das Wiener Secessionsgebäude (1898). Weniger bekannt ist vielleicht der Schöpfer der Architekt und Jugendstilkünstler Joseph Maria Olbrich. In und um Darmstadt verhält es sich dagegen anders, da nach Olbrichs Plänen im Jahr 1901 die Bauausstellung auf der Mathildenhöhe in Darmstadt realisiert wurde. Bis heute eines der Mekkas der Jugendstilkunst in Deutschland. Die Ausstellung geht weiter nach Wien, 11.6.–27.9. 2010 und zeigt, dass sich der österreichische Universalkünstler auch für die Idee des Gesamtkunstwerkes und nicht nur für die Außenhaut, die Gebäude interessierte.
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Bielefeld: Der Westfälische Expressionismus
Kunsthalle Bielefeld, 31. Oktober bis 19. Februar 2011
Der westfälische Expressionismus kann als Versuch gelten die vielfältigen expressionistischen Strömungen vor dem 1. Weltkrieg und darüber hinaus regional zufassen. Als bekanntester Vertreter kann August Macke gelten. Neben ist Christian Rohlfs der in Hagen ein Atelier bezog und Wilhelm Morgner, Peter August Böckstiegel, Ludwig Godewols, Hermann Stenner gelten. Die Zentren des westfälischen Expressionismus sind Bonn, Köln, Hagen, Soest und Bielefeld. Bis in die 1930er Jahre etablieren sie einen modernen Stil, der sich um einen Ausgleich zwischen Stadt und Land bemüht ist. Die Kunsthalle Bielefeld zeigt dieses Kunstschaffen bis 1933, als die “Vereinigung Westfälischer Künstler und Kunstfreunde” durch die Reichskulturkammer der NSDAP aufgelöst wird. Die zahlreichen Museumsleihgaben und Werke aus Privatbesitz werden dabei von den Beständen der Bielefelder Kunsthalle auf rund 150 Werken erweitert.


Pingback von Kunsthalle Bielefeld zeigt 1968. Die Große Unschuld | kunstfreunde
Zeit: So 8. Februar 2009, 23:29
[...] „1968. Die Große Unschuld” stellt von Joseph Beuys bis zu Andy Warhol, von Louise Bourgeois bis zu Lawrence Weiner unschuldig vorgetragene, massiv eingeforderte Korrekturen des tradierten Kunstsystems vor. Die Mehrzahl der Künstler begegnet den hehren Kunstgattungen Malerei und Skulptur mit Misstrauen. Sie will mit Hilfe innovativer Materialien und Konzepte die alten Museumsstrukturen aufbrechen und räumliche Hürden überwinden. „Land Art”-Künstler ziehen in die Landschaft oder zu Orten in den Wüsten aus. Performance-Künstler bewegen und befragen ihren Körper. Vertreter der „Minimal Art” verzichten auf die manuelle Kunstproduktion und überlassen die Ausführung Fachbetrieben. Die „Concept Art” verwendet Zahlen, Buchstaben und Gitterformen, Informationen und fotografische Sequenzen. Einige Künstler wollen Schriftsteller, Denker und Wissenschaftler sein. Viele der neuen Werke sollen zur gesteigerten Wahrnehmung und in neue Bewusstseinsräume führen. Unübersehbar ist eine politische und moralische Ironie. „Die Große Unschuld” gilt dennoch einem Angriff. [...]