Das traditionelle japanische Frauengewand der Kimono war, glaubt man den Zeitungen aus den Jahren um 1980, am Aussterben. Auch in Japan verschwandt dieses farbenfrohe, hochkomplizierte Kleidungsstück aus dem Strassenbild der Millionenstädte.
Nur noch auf der Bühne waren Kimonos, in feinster Handarbeit entstanden, zu sehen. Dort entdeckte auch Kazue Matthes, als gebürtige Japanerin und verheiratete Düsseldorferin zwischen zwei Welten lebend, ihre Liebe zu dem Kleidungsstück.
Seit 1987 unterzog sie sich der Ausbildung zur Theater Kimono Kostümdesignerin. Mit Erfolg. Ihr Durchbruch in dieser hochkomplexen und anspruchsvollen Designtätigkeit gelang ihr 1992 als sie verschiedene Künstler mit ihren Bühnenkreationen ausstatten konnte. Der Schauspieler “Sho”, eine nationale Theatergröße wird seit 1996 von ihr exklusiv ausgestattet. Über 200 ihrer Kimonos sind seither von dem Großmeister des “Taishu Engeki” auf der Bühne getragen worden.
Kazue Matthes hat bisher ihre Kimonos nur auf Bühnen, z. B. dem Tanzhaus NRW in Düsseldorf im Rahmen von Tanzveranstaltungen als Bühnenkostüm präsentiert. Erstmalig werden jetzt in einer Gemeinschaftsausstellung mit ihrem Mann, dem Zeichner, Filmemacher und Fotograf Georg Matthes mehrere ihrer Kreationen im Rahmen einer Ausstellung präsentiert.
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