Betreten der Grünfläche auf eigene Gefahr – Malerei von Anna Fiegen und Sandra Lange

In großen Städten war es lange Zeit üblich die Grünflächen mit einem „Betretungsschutz“ zu belegen. Das Grün wurde vor den Menschen geschützt. Das Grün, das eigentlich als Erholungsenklave in den Steinschluchten für die zusammengepferchten Stadtbewohner gedacht war. Naherholung in der Natur, die eigentlich durch die Entwicklung der großen Städte hin zu Mega Cities nicht mehr vorhanden ist.

Jetzt drehen die beiden Berliner Künstlerinnen Anna Fiegen und Sandra Lange das Spiel um. Die Grünfläche wird freigegeben, aber auf eigene Gefahr. Werden wir uns trauen, den Schritt ins Grün zu wagen? Was könnte gefährlich sein? Die Grünfläche hat Kraft uns zu verändern. Wir kommen verändert von der Grünfläche. Alles ist möglich.

Betreten der Gruenflaeche

Beide Künstlerinnen leben und arbeiten in Berlin und stellen hier erstmals gemeinsam aus. Sandra Lange, Meisterschülerin bei Prof. Frank Badur an der UdK Berlin hat die Geometrie der Farbe für sich entdeckt. Die Auflösung von Architektur und Raum ist ihr Thema. Die Geometrie wird zu kaskadenhaften Farbflächen und Linenkonstruktionen transformiert. Die Öffnung erlauben eine erzählerisch-dramatische Betrachtungsweise. Die Farbigkeit und das Titelfabulieren erhöht den spielerischen Charakter. Tiefe, Weite, Raum löst sich auf und katapuliert Möglichkeiten in unbekannte Galaxien.
Anna Fiegen, war Meisterschülerin von Prof. H.-J. Kuhna in Münster und ist seit 2011 als freischaffende Künstlerin in Berlin tätig. Auch sie ist an Architektur und Raum interessiert. Klare Linien und Kubaturen die durch ihre Menschenleere und Klarheit offen und bedrohlich wirken sind ihr Thema. Räume die trotz ihrer Größe unförmig und überraschend wirken. Hilflos, ästhetisch, frei von Benutzung und alterslos perfekt und auch wieder nicht. Fiegen, die auch die Linie der Radierung schätzt ist radikal in ihrer Reduktion.

Fiegen und Lange loten gemeinsam die Geometrie in ihrer Beziehung zum Menschen aus und kommen auf völlig unterschiedliche malerische Lösungen. Hier geht was ab, aber eben auf eigene Gefahr.

Die Ausstellung „Betreten der Grünfläche auf eigene Gefahr“, wird am Sonntag, den 19.6.2016 um 11.30 Uhr in der Galerie Hoffmann Contemporary Art im Beisein der Künstlerinnen eröffnet.

Laufzeit: 19.6. bis 3.9.2016, Öffnungszeiten: Di-Fr 11-17 Uhr, Sa 10-14 Uhr und nach Vereinbarung

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