Neue Ausstellung Franz Ulrich Göttlicher – Auch BAD BOYS haben Haustiere

Der Berliner Künstler Franz Ulrich Göttlicher wird mit einer großen Auswahl an neuen und neusten Arbeiten in der Galerie Hoffmann Contemporary Art ab dem 13. Mai 2017 zu Gast sein.
Franz Ulrich Göttlicher ist in der Region kein Unbekannter, da er als Meisterschüler von Prof. Hermann-Josef Kuhna in Münster seinen Meistergrad und seinen Akademiebrief erlangte.
Von Münster zog es den gebürtigen Kasseler nach Berlin. Dort lebt und arbeitet Göttlicher heute als professioneller Künstler.

Bildquelle: Einladungskarte zur Ausstellung

Nur wenige Ausstellungen hat er in den letzten Jahren bestritten, da er sich konzentriert um die Weiterentwicklung seiner Kunst gekümmert hat. Wut und Empfindsamkeit, Brutalität und Schönheit, Angst und Zuversicht, seine Kunst lotet die Pole der Extreme in den Menschen aus. Gefühle zeigen, gerade für Männer lange Zeit ein Tabu, faszinieren den Künstler. Wer darf Gefühle zeigen? Wer muss stark sein? Was ist die Erwartung der Gesellschaft an Kinder die zu Erwachsenen werden?

Diesen Stereotypen und ihrem Hintergrund geht Göttlicher nach. Und siehe da: auch BAD BOYS, hart, brutal und angsteinflössend haben niedliche Haustiere. Vögel, Enten, Ferkel immer erkennbar und doch wie verwackelt, als flüchtiges Bild, nur im Moment festgehalten. Die unwirklichen Hintergründe, meist ein Farbraum, lassen die niedlichen Tiere surreal und unwirklich erscheinen, obwohl man sich ihrem Zauber schlecht entziehen kann. Und daneben, wie durch ein grellbeleuchtetes, regennasses Fenster, die BAD BOYS, als Schlägertruppe, eine Kavallerieeinheit im Angriff, Reiter alleine in bedrohlicher Nähe. Hier gefriert die Luft, High Noon wohin man schaut.

Franz Ulrich Göttlicher hat die Wut und die sprachlose Ohnmacht, zwischen Generationen, in der deutschen Geschichte bis heute für sich erforscht und ist auf erstaunliche soziologische und gruppenpsychologische Konstanten gestoßen. Diese generationenübergreifend weitergegebenen Gewalterfahrungen und stereotypen Geschlechtererwartungshaltungen will er aufbrechen und sichtbar machen. Mit seiner Kunst, die technisch perfekte Malerei mit einem großen Farbgefühl für Motiv und Wirkung der eingesetzten Technik vereint, hat er in den letzten drei Jahren Arbeiten geschaffen, die in dieser Dichte noch nicht gezeigt wurden.

Die Qualität und der Ansatz Göttlichers wurde von einem bekannten Kunsthistoriker in Deutschland seit Jahren begleitet. Prof. Dr. Manfred Schneckenburger, Leiter der documenta 6 1977 und 8 1987, wird nach Rheda-Wiedenbrück kommen, um die Ausstellung von Franz Ulrich Göttlicher in der Galerie Hoffmann Contemporary Art zu eröffnen. Schneckenburger bis heute intimer Kenner der deutschen und internationalen Kunstszene ist der einzige Leiter der documenta in Kassel, der zwei Mal für diese Kunstgroßereignis in Kassel verantwortlich zeichnete.

Die Vernissage wird am Samstag, den 13. Mai 2017 um 19 Uhr in der Galerie Hoffmann stattfinden. Der Eintritt ist frei, Parkplätze sind vorhanden.

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