„On the move – Contemporary Mongolian Art“ in der Galerie Hoffmann

Die Galerie Hoffmann Contemporary Art zeigt vom 20. Oktober bis zum 1. Dezember 2013 die Ausstellung „On the move – Contemporary Mongolian Art“ mit den drei aus der Mongolei stammenden Künstlern Namuun Batmunkh, Gan-Erdene Tsend und Prof. Narangerel Tsendsuren.

Pferdeflüsterer, Gan-Erdene Tsend, Öl auf Leinwand, 100×180, 2013

Die drei Künstler beschäftigen sich mit unterschiedlichen Fragestellungen. Der Älteste im Bunde, Prof. Narangerel Tsendsuren, beschreibt die Weite und Farbigkeit der Mongolei, die durch die scheinbar alte Lebensweise der Nomaden geprägt ist, schafft aber damit auch ein Bild das in der modernen Mongolei immer seltener zu finden ist. Die heutigen Mongolen, ein sehr junges Volk, leben zumeist in den Städten und der Metropole Ulaanbaatar und nicht mehr wie ihre Eltern oder Großeltern als Nomaden in den Wüsten und Steppen. Auch sind die Großfamilien nur noch im Sommer in der Ferienzeit zusammen, so dass die Malerei etwas zeigt, das für uns exotisch und zeitlos wirkt, für die Einheimischen aber fast Vergangenheit darstellt.

Gan-Erdene Tsend hat in seiner Malerei das Wandern zwischen den Welten zum Thema gemacht. Seine mongolischen Pferde und Kamele stehen in den Weiten der Nordsee bei Ebbe, oder lassen nicht mehr die Wüste Gobi als Handlungsort mit den tiefen Horizonten erscheinen. Es werden die weiten Küstenlandschaften, die der Künstler durch seine wiederholte Teilnahme an der Nordart in Rendsburg kennengelernt hat. Darüber hinaus sind Spiegelungen sein Thema, aber nicht als zufälliger täglicher Ablauf für den Betrachter, sondern er schaut er mit seinen Spiegelungen in die Vergangenheit und erzählt so traurige Geschichten von Verlust oder Trennung, ohne pathetisch oder kitschig zu wirken. Mit einer solchen Arbeit die subtil dieses Vorher näher beschreibt hat der junge Künstler 2012 den Kunstpreis Wesseling gewonnen.

Die Bildhauerin Namuun Batmunkh ist mit ihren installativen Arbeiten erstmalig in einer Ausstellung außerhalb der Kunstakademie Münster und der heimatlichen Mongolei vertreten. Als Schülerin von Prof. Hohenbüchler untersucht sie durch Alltagsgegenstände die sie türmt oder durch Schrift die gespiegelt gedruckt wird, die Verständlichkeit und Universalität von menschlichen Gegenständen.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 20.10.2013 um 15 Uhr eröffnet und ist bis zum 1.12.2013 in der Galerie Hoffmann Contemporary Art, Lange Str. 50, 33378 Rheda-Wiedenbrück zu sehen. Dienstags bis Samstags von 14.30 bis 18.00 Uhr und nach Vereinbarung.

Ein Kommentar zu „On the move – Contemporary Mongolian Art“ in der Galerie Hoffmann

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