Vortrag Balthasar Neumann Kunstvortrag

Balthasar Neumann

Der Inbegriff des barocken Raumgefüges zeigt sich in der Kolossalarchitektur der Würzburger Residenz, die Balthasar Neumann im Auftrage des Bischofs schuf.

 Die baufreudige Familie der Grafen von Schönborn, deren Familienmitglieder mehrfach im 18.ten Jahrhundert wichtige Erzbischofsstühle im süddeutschen Raum (Erzbistum Mainz, etc.) bekleideten legten den Grundstock dieser einmaligen Bautätigkeit, die die Region um Würzburg herum bis heute prägten. Nicht umsonst wird auch vom „Fränkischen Barock“ unter der Federführung Balthasar Neumanns als eine Form der Baukunst im 18. Jahrhundert gesprochen, die sich sowohl mit der französischen als auch mit der italienischen Barockbaukunst messen kann. Die Klosterkirchen Vierzehnheiligen oder die Stadt Würzburg zeugen noch heute von dem Wirken Neumanns. Als Meister der Treppenhäuser hat der mit der grandiosen Treppen in der Residenz Würzburg und bei der Treppengestaltung des Schlosses Augustusburg in Brühl Maßstäbe gesetzt. Auch das Schloss Bruchsal bekam durch sein Eingreifen einen einmaligen Treppenaufgang. Aber auch scheinbar einfache Gestaltungen wie die Pfarrkirchen in den Diozesen seiner Dienstherren zeigen seine hohe Könnerschaft in der Architektur.

Dies ist ein Vortrag aus der Reihe: Absolutismus und Barockmeister (Schlaun, Pöppelmann, Neumann)