Elke Dombrowski – Schichtarbeit

Elke Dombrowski hat ihre neue Serie Schichtarbeit genannt. Dahinter verbergen sich sechs Arbeiten die alle im Format 105 x 130 cm in Öl auf Leinwand ausgeführt wurden.
Im fertigen Zustand sind die Hauptfarben schwarz, rot, blau, violett, grün oder grau.

Elke Dombrowski Schichtarbeit E Bildquelle: Elke Dombrowski – Schichtarbeit E, schwarz

Allen gemeinsam ist, daß sie eine sehr strenge, grafische Auffassung des Bildmotivs haben. Der Entstehungsprozess ist eine Abfolge von großflächig eingesetzten Farben die vollflächig geschichtet werden.
Ab der Grundierung hat Elke Dombrowski neben der Farbe zusätzlich Klebebandstreifen aufgelegt, die nach der jeweilig aufgetragenen farbigen Fassung wieder entfernt werden. Dadurch wird die darunterliegende ältere Farbschicht sichtbar. Diese Vorgehensweise wiederholt die Künstlerin zwischen 8 und 10 Mal, so daß Farbschichtungen verschiedenster Farbnuancen entstehen und auch verschwinden.
Am Ende des Prozesses wird eine Leitfarbe aufgebracht die das jeweilige Motiv finalisiert.

Die strengen Farbräumen erhalten so ein grafisches fast zeichnerisches Gerüst, das Räumlichkeit und Architektur simuliert obwohl es sich ausschließlich um Malerei handelt.
Farbräume und die Reduktion der malerischen Geste hin zu einem scheinbar rationalen Raum-Farbgefüge begeistern beim Blick auf die Bilder.

Die Serie Schichtarbeit, die im Titel auch die Anspielung des Entstehungsprozesses und den malerischen Prozeß in Anlehnung an klassische Forumulierungen aus der Industriearbeitswelt enthält, ist im Rahmen der Ausstellung Archäologie der Gegenwart in der Galerie Hoffmann Contemporary Art noch bis zum 28.2.2016 zu sehen.

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