Esther Miranda München, Marienplatz und weitere neue Arbeiten

Vielleicht muss man den Sommer im Blut haben, die wirkliche Leichtigkeit des Lebens und die urbane Lebensqualität, um so überzeugend den Sommer in ein Bild zu setzen wie die spanische Künstlerin Esther Miranda. Ihre neue kleine Bilderserie reflektiert den Sommer in der Stadt, die Leichtigkeit, Beschwingtheit und die Lebensfreude gerade junger Menschen, die für einen Shoppingausflug oder für ein Bad am Neckar hinausgehen aus der Wohnung und die Qualität der Stadt geniessen.

Ihr neu entstandenes Bild „München, Marienplatz“ geht aber noch weiter und transportiert ganz viel Wissen um die Kunstgeschichte und variiert die Darstellung der Frau.

Aber erstmal das Bild an sich. Das Kleinformat in der Größe von 30 x 30 cm, zeigt in der Mitte eine junge, dunkelhaarige Frau, die modisch in blauweiß gekleidet ist. Als moderne Frau trägt sie eher modische Freizeitkleidung mit einer weißen Hose, kein Kleid oder Kostüm. Daher wird es keine Situation des Berufsalltages sein, eher eine private Freizeitsituation. Gedankenverloren greift sie sich ins Haar und schüttelt es. Eine Geste, die nahe an dem Repertoire der Verführung liegt, wäre ein sie beachtender Mann in der Nähe. Es gibt zwei Staffagefiguren, aber die kümmern sich nicht um die mittig angeordnete Hauptfigur. Wie in einer Großstadt typisch, kümmert sich jeder nur um sich und nicht um den anderen Passanten.

Dadurch bekommt die Geste und der Habitus etwas leichtes. Kein steifes Posieren, kein sich gefällig machen. Die Frau ist natürlich und nimmt sich ihren Raum in der Öffentlichkeit. Eine der großen Errungenschaften der liberalen westlichen Welt, dass eine Frau sich geben kann, wie sie ist und wie sie sich empfindet. Ohne gesellschaftliche Schranken. Das der Titel nicht nur auf die Großstadt München, mit ihren vielen Menschen anspielt, sondern auch den belebten Marienplatz meint, geht aber dann doch weiter. Die Frau umgibt das Marienblau, die Farbe der Gottesmutter und der Mutter schlechthin. Ihre dunklen Haare leuchten in der Sonne fast blau und tief. Ihr gebührt Achtung und Ehre, gerade in ihrer Natürlichkeit und Freiheit. Die Frau hat einen Wert als Mensch und transportiert die Verbundenheit zu Mutter Maria. Und Mutter Maria zu ihr. Sie sind gleich, wertvoll und beachtenswert.

Ein unaufgeregtes aber klug ins Bild gesetztes Plädoyer für unsere offene Gesellschaft, die die Künstlerin Esther Miranda liebt und die sie mit ihren Mitteln, der Malerei verteidigt und wundervoll beschreibt.

Das Bild ist in der Galerie Hoffmann Contempoary Art zu sehen und im Onlineshop zu bestellen.

Esther Miranda hat noch drei weitere City-Beschreibungen mit den Titeln: Neckar, shoppingtime und „Ich warte auf meine Frau“ die humorvoll und schmunzelnd ihr eigenes Lebensgefühl im Sommer transportieren. Alle sind im Onlineshop und in der Galerie Hoffmann zu sehen.

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