Am Sonntag, den 12.02.2012 um 15 Uhr wird die neue Ausstellung “Mi-Kyung Lee – Blackscapes” in der Galerie Hoffmann in der Langen Straße 50 in 33378 Rheda-Wiedenbrück eröffnet.

Die in Chung Ju, Korea, geborene Mi-Kyung Lee studierte freie Kunst in Seoul und Münster. Sie war Meisterschülerin von Prof. Udo Scheel und studierte u.a. bei bei Prof. Ulrich Erben. 1997 erhielt sie den Akademiebrief und ist seit dem freischaffend tätig.
Seit wenigen Jahren arbeitet die Künstlerin konsequent in Schwarz-Weiß. Ihr Weg dorthin und die aus der Reduktion der Farbpalette und diese beiden Konstanten entstandenen Arbeiten werden in einer Auswahl präsentiert.
Mi-Kyung Lee hat eine Bildsprache entwickelt, die sich ganz hinter den Bildraum zurücknimmt. Ihre monochromen Arbeiten überwiegend in Schwarz-Weiß, gemalt mit Ölfarbe, entstehen durch großzügige Pinselzüge und mit einem hohen Grad an Materialbeherrschung. Die Arbeiten sind zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion anzusiedeln. Arbeiten von Mi-Kyung Lee sind in mehreren nationalen und internationalen Ausstellungen vertreten gewesen.
Vernissage am Sonntag, den 12.02.2012 um 15 Uhr
in Anwesenheit der Künstlerin,
Galerie Hoffmann, geöffnet Di-Sa von 14.30 bis 18.00 Uhr und nach Vereinbarung.
Ausstellungsdauer: 12.02. – 09.04.2012.
Thomas Ritter hat für sich in den 80iger Jahren den Schritt nach Studium und kunstpädagogischer Tätigkeit komplett in die freie Kunst getan. Und es war eine Tür, die weit und offen bis heute eine unbändige und disziplinierte Schaffenskraft und Schaffensfreude freigesetzt hat, die Ritters Kunst auszeichnet.
Er ist ein Abstrakter, einer der die reine Malerei, das Ausschalten vom Wollen zugunsten des Schaffen Könnens geschafft hat.
Unfigurative, perfekt komponierte Arbeiten, die oft im Farbkontrast die Intensität und Wirkung auf den Betrachter steigern. Die Bilder sind offen, lassen dem Betrachter Raum für eigene Gedanken und sind immer so offen, dass selbst nach Jahren in den Bildern noch Überraschungen gesehen werden können.

Die Malweise Ritters ist intensiv. Einmal was den körperlichen Einsatz des Künstlers angeht und zum anderen in der großen Materialbewegung, die jedem Bild zugrunde liegt.
Er malt schichtenweise und lässt viele Schichten übereinander liegen, die auch immer wieder von ihm entfernt, halb zerstört oder geballt werden. Sein Ringen um den richtigen Ton (Ritter ist auch der Musik sehr zugetan) im Bild oder der durch Schichtungen erreichten pastosen Reliefstruktur, die Schattenwürfe und Reflexe möglich machen, zeigt, dass Ritter immer wieder neue Arbeiten schafft, die Unterschiedlichkeit und Unverwechselbarkeit in sich tragen, auch wenn sie zu einer Schaffensperiode gehören.
Einen solchen Querschnitt aus den Jahren 2003, 2004, 2005 und 2011 zeigt jetzt die Galerie Hoffmann erstmals in Rheda-Wiedenbrück.
Das Ölgemälde Ponny von Gan-Erdene Tsend zeigt zwei Kleinkinder, ein Mädchen und einen Jungen, die gemeinsam in einem Sattel für Erwachsene auf einem stillstehenden Pony sitzen. Die Kinder schauen den Betrachter an, fast so als ob sie in eine Kamera lächeln würden. Der Künstler gibt das im Verhältnis zu den Kindern große Pony angeschnitten wieder. Das heißt der Kopf ist nicht ganz wiedergegeben. Auch das wirkt wie eine ungelenke Fotografie.
Aber durch den gewählten Bildausschnitt werden die auf dem Pferd sitzenden Kinder und das Pferd selber regelrecht in die Leinwand eingefaßt. So als ob außer dem Lächeln der Kinder keine Bewegung möglich ist.

Ponny – 90 x 110 cm – Gan-Erdene Tsend 2011
Kinder und Pferd sind ganz gelassen und entspannt. Keine Hektik, kein Aufbruch irgendwo hin. Zwischen den Dreien ist eine vollkommene Vertrautheit, die Vertrauen und Leichtigkeit wiedergibt. Das alles ohne einen Hinweis auf eine Antagonie zwischen Mensch und Tier oder zwischen den Geschlechtern.
Die Farbigkeit des Bildes, das typisch für den jungen mongolischen Künstler Gan-Erdene Tsend in einer Malerei, die dem Realismus nahe ist und in der letzten Schicht des Malprozesses eine starke Hinwendung zum Punktieren, dem punktartigen Auftragen der Farbe in einem gewählten starken Farbkontrast die Bildwirkung steigern lässt.
Das Bild ist geprägt von dem hellbraun der offenen Kindergesichter, dem dunkelbrau des Ponys und dem grünen umgebenden Hintergrund, der keine direkte räumliche Verortung möglich macht. Eine Art der menschlichen und tierischen Vollkommenheit in einem fast unspektakulären, einfachen und gefühlt stimmigen Raum. “Alles Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde”, heißt es, und zumindest in diesem Bild scheint es universell wahr zu sein.
Das Original ist aktuell in der Galerie Hoffmann Wiedenbrück, Lange Straße 50 zu sehen.
In der Ausstellung “branding – Glas in Malerei und Objekt” zeigen die Künstler Elisabeth Brosterhus + Burkhard Meyer aus Steinheim, außergewöhnliche Arbeiten aus Glas, welche sich an der Schnittstelle zwischen Malerei + Glasobjekt bewegen.
In ihrer experimentellen Arbeit mit heißem Glas konfrontieren b+m widersprüchliche Elemente miteinander: Auf leicht entflammbaren Papier entstehen Brandzeichen, ohne dass das Papier komplett in Flammen aufgeht. Das heiße, flüssige Glas brennt seine Spuren ein, verschmilzt mit Pigmenten vom Blatt und vollendet auf diese Weise die vorbereitete Zeichnung.
Gleichzeitig entsteht aus der Glaszeichnung ein korrespondierendes Objekt, welches Spuren der Farben + Formen verinnerlicht hat.
Die beiden Künstler arbeiten ihre Glasobjekte und Zeichnungen in der Glashütte Gernheim aus. Die technisch anspruchsvollen Arbeiten erfordern eine aufwendige Infrastruktur, die nur dort vorhanden ist.

Bereits seit 1988 arbeiten Elisabeth Brosterhus + Burkhard Meyer als künstlerisches Team zusammen, haben erfolgreich zahlreiche Projekte und Ausstellungen im In- u. Ausland realisiert und werden als Dozenten von unterschiedlichsten Bildungseinrichtungen in ganz Deutschland angefragt.
Seit fast 10 Jahren beschäftigen sie sich mit Glas, zunächst hauptsächlich im angewandten Bereich, wo sie zahlreiche Glasartikel entworfen haben. Gleichzeitig sind 2002 aber auch schon die ersten künstlerischen Arbeiten mit dem Material Glas entstanden, wie sie in dem Landart-Projekt Farbfelder dokumentiert sind. In den letzten Jahren haben sie dann verstärkt auch mit heißem Glas gearbeitet. Dabei fasziniert und interessiert sie in erster Linie der experimentelle künstlerische Umgang mit dem flüssigem Glas, an der Schnittstelle zwischen Malerei + Glasobjekt.
Die Ausstellung wird als Kooperation der Galerie Hoffmann und dem Heimatverein Wiedenbrück-Reckenberg e.V. im Wiedenbrücker Schule Museum, Hoetger Gasse 1, 33378 Rheda-Wiedenbrück gezeigt.
Die Vernissage findet am 29.01.2012 um 11.00 Uhr in Anwesenheit der Künstler statt. Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Museums Mi, Sa, So von 15 bis 17 Uhr zu sehen und nach Vereinbarung. Die Ausstellung läuft vom 29.01. – 04.03.12.
Etwa seit dem 15. Jahrhundert rückt das Motiv der Vase mit Blumen in das Interesse der Maler. Einen Höhepunkt dieses ersten Stillleben-Hypes stellen die Gemälde des Jan Brueghels d.Ä.(1568-1625), des ‘Blumen-Brueghels’ dar. Der Erzbischof von Mailand, Frederico Borromeo, war ein früher Förderer und Auftraggeber von Jan Brueghel. An den Blumenstillleben des flämischen Malers schätzte er vor allem die ästhetische Präsenz der Blüten losgelöst von ihrer natürlichen Vergänglichkeit und Bindung an die natürliche Jahreszeit. Nach 1600 wird das Blumenmotiv zum Hauptthema der Stilllebenmalerei.
Im 17ten Jahrhundert verändern die religiösen Konflikte der Folgezeit und den Verschiebungen der Auftraggeber vom katholischen Klerus zum calvinistischen Bürgertum z. B. in den Niederlanden, die 1648 ihre offizielle Loslösung von Spanien im Westfälischen Frieden erreichen konnten, eine Veränderungen in der Kunst.

Lars Reiffers – For You – 100 x 150 cm – Öl auf Leinwand
In den Niederlanden wurde das kleinformatige Blumenstillleben zum Prestigeobjekt in jedem Bürgerhaushalt, während die Kirche und der Klerus dort als Auftraggeber wegfielen. In den mehrheitlich katholischen Territorien blühte die Gegenreformation, die durch grandiose Kunstwerke ihrem “richtigen Glauben” zusätzlich Strahlkraft durch Kunst verleihen wollte.
Die Themen des Schönen in der Welt, das sich durch seine Sterblichkeit und Endlichkeit auszeichnet wurde mit aufwändigen, naturalistischen Blumenstudien, die überirdisch schön sind gefeiert und zugleich deutlich gemacht. Der Totenschädel als Vanitassymbol in einem solchen Stillleben war auch gängig, aber genau wie heute, eher etwas für sehr robuste Nerven.
Der “normale” Kunstgeniesser freute sich über die Meisterschaft des Künstlers, der in seinem Bild für den Auftraggeber oder Käufer, zwar alle Blumen nach ihrer Bedeutung als Blumen des Frühlings, als Symbol der Reinheit oder auch als Todessymbol arrangieren konnte und kannte die Bedeutung, aber Freude und Dekoration waren ebenfalls präsent.
Diese tiefe Verbundenheit mit dem Thema hat für junge zeitgenössische Künstler wie Lars Reiffers auch eine ikonografische Komponente, aber auch die Sichtweise des Ehrens der Schöpfung, die damals weniger im Vordergrund stand. Die Natur, die überbordende, überschwengliche Schönheit schafft und die sich ungeheuer anstrengt für den Moment wird jäh durch das Ende und durch die Schnelligkeit der Zeit vernichtet. Aber nicht so durchgreifend, wie Umweltzerstörung es heute möglich macht, sondern Vergehen als Ruhephase vor dem erneuten Blühen und sich Verschwenden für das hier und jetzt.
Große Kunst und mit soviel Lebensweisheit ausgestattet, dass das Stillleben für junge Künstler wieder zum Thema werden kann. Einer der Meister seines Faches ist der Kölner Künstler Lars Reiffers.
In der aktuellen Ausstellung “Ren Rong – Pflanzenmenschen” fällt eine großformatige malerische Arbeit des Künstlers auf, die den großen Vorsitzenden Mao mit dem Pflanzenmenschensignet von Ren Rong zeigt.

Mao lacht und winkt, ist augenscheinlich guter Laune und ist in seiner typischen Uniform mit der Kappe mit dem roten Stern wiedergegeben.
Die Ikonografie der chinesischen Darstellungswelten hat Ren Rong mit typisch westlicher Leichtigkeit mit der Zutat, seinem Pflanzenmenschen versehen. Biografisch ist diese Zutat, der Wunsch doch von Angesicht zu Angesicht mit Mao zu reden, seine Bildtradition, die der junge Ren Rong im Hause seiner Eltern erlebt hat nachzuspüren und das Charisma des Menschen Mao mit der Diskussion über das jetzt in China aber auch über den Zustand der Welt, an dem China nicht unwesentlich beteiligt ist zu führen.
Das Bild löst bei jedem Besucher der Galerie Emotionen aus, Gespräche finden statt und sogar Fragen, die vor Jahren oder Jahrzehnten unbekannt waren werden gestellt. “Wer ist der Mann auf dem Bild” hören wir öfter von jungen Menschen, die diese plakative Form des Motivs, ein einzelner Mensch, realistisch bzw. surreal da ideal dargestellt, ikonografisch in die Plakatkunst des 20 Jahrhunderts gehörig, nicht mehr gewohnt sind.
Realismus ist heute immer gleich Fotorealismus und da irriert die sichtbare Verfremdung durch eine Art Idealisierung, die das künstliche der Darstellung unterstreicht.
Die Galerie Hoffmann präsentiert erstmals den Leipziger Künstler Metulczki (1971) mit einer Auswahl von 10 Schellackarbeiten aus der Reihe “Bierleben”.

Metulczki verarbeitet hier kleinbürgerliche Szenen aus Eckkneipen, bei denen die Biergläser oder Trinkgefäße extrem in den Vordergrund der kleinen Formate gerückt werden. Die Malerei auf Leinwand wird mit einer ausgefeilten Technik u.a. mit mehr als 8 Schellackschicht überzogen, die den Bildern einen gelblichen Charakter verleiht, der die ganze Szenerie scheinbar aus dem “Hier und Jetzt” in eine unbestimmte zeitliche Dimension überführt. Nur die Gläserformen oder die schemenhaft erkennbaren Interieurs zeigen, dass es sich nicht um historische Stillleben handelt, obwohl Metulczki diese Interieurs durchaus als Vorlage im Sinn hatte, als er diese Serie in Angriff nahm.
Mit großer Freude hat die Galeristin Christiane Hoffmann jetzt die Mitteilung des Bundesverbandes Deutscher Galerien und Editionen e.V. entgegengenommen, dass ihre noch junge, erst zwei Jahre alte Galerie in Rheda-Wiedenbrück, in den Berufsverband aufgenommen wurde.
Die bisherigen Ausstellungen, die professionelle Präsentation der Galerie im Internet, das unverwechselbare Design im Printbereich, in Form der Ausstellungseinladungen und Plakate sowie den bisher produzierten Katalogen, die Künstlerliste und das äußere Erscheinungsbild der Galerie in dem vierhundert Jahre alten Fachwerkhaus in Rheda-Wiedenbrück überzeugte die Auswahljury, so dass die Galerie jetzt das Logo des Verbandes offiziell tragen darf.
Bildquelle: Logo des Bundesverbandes deutscher Galerien und Editionen
“Für uns, die Künstler und Kunden, zeigt die Zugehörigkeit zum Bundesverband der Galerien, die Professionalität und Seriosität mit der hier gearbeitet wird. Auch die Referenz an das anspruchsvolle Programm mit so namhaften Künstlern wie Ren Rong, Ilka Meschke, Lars Reiffers und Marion Große-Wöstmann, um nur einige zu nennen, zeigt die Qualität der Galerie auch wenn wir uns nicht in einer Metropole befinden, ” führte die Galeristin und Kunsthistorikerin Christiane Hoffmann aus.
Bis zum 31.01.2012 zeigt die Galerie jetzt noch die Ausstellung Ren Rong – Pflanzenmenschen und hat Arbeiten der Künstler Marion Große-Wöstmann, Lars Reiffers, Ilka Meschke, Gan-Erdene Tsend, My Kyung-Lee, Elke Dombrowski, Kerstin von Klein, Marianne Heimbrock, Wolfgang Meluhn, Beate Freier-Bongaertz vorrätig.
Ursprünglich waren sie Teil einer Installation die der chinesische Künstler Ren Rong im Ruhrmuseum Bochum ausstellte. Rot lackierte, quadratische Hocker, die auf der Sitzplatte einen typischen Pflanzenmenschenteil tragen. Ein Pflanzenmenschenkopf und eine Hand sind jetzt als Objekte in der Ausstellung Ren Rong – Pflanzenmenschen in der Galerie Hoffmann zu sehen.

Das die beiden Arbeiten auch praktische Qualität haben, wurde bei der Vernissage sichtbar, als der Künstler die Galeristin aufforderte mit ihm auf je einem Hocker platzzunehmen. So wurde deutlich, dass die Hocker Kunstobjekte zum “besitzen” im eigentlichen Wortsinn sind.
Auch wurde bei dem Gespräch der beiden deutlich, dass der chinesische Künstler viel genauer die deutschen Worte in ihrer Bedeutung benutzte, als das so manchem Inländer klar wird. Dadurch entwickelte sich ein humorvoller Dialog, der zeigte, wie der Künstler denkt, welche Interessen ihn künstlerisch und menschlich leiten und wie er soziale und gesellschaftliche Entwicklungen in China und Deutschland sieht.
Auch mit den Vernissagebesuchern entwickelte sich ein reger Gedankenaustausch, so dass die Zeit in der der Künstler in seiner Ausstellung weilte im Nu verging.
Die Eisenskulptur der lachende Buddha ist in der Galerie Hoffmann auf der Deele zu sehen, so dass eine wirklich luftige Betrachtung möglich ist.
Ren Rong arbeitet aber nicht nur als Maler und Objektkünstler in Sachen Eisen, er bearbeitet auch große Holzobjekte. Einen rotgefassten 1,20 Meter im Durchmesser fassenden Holztondo findet sich ebenfalls in der Ausstellung Pflanzenmenschen.

Hier sind die wuchernden Pflanzen und Figurenkörper durch die runde Form wie in einem farbigen Strudel des Lebens eingefaßt. Die Holzscheibe ist aus 10 cm dickem Kiefernholz, das durch Herausarbeiten der Figuren auf 7 cm heruntergebracht wird.
Die gewählte Farbe und die verschlungenen Figuren stehen in einem reizvollen Kontrast und machen sich gut auf klaren Wänden. Die besondere runde Form verleiht dem Objekt zusätzlich Aufmerksamkeit.
Beide Arbeiten sind Teil der Ausstellung Ren Rong – Pflanzenmenschen, die noch bis zum 31.01.2012 in der Galerie Hoffmann zu sehen ist.